7. August 2019
Erfurt

Wandertag einmal anders – Unterwegs mit den Unstrutlamas

No Drama Lama

„Die Jugend heutzutage wandert doch nicht mehr. Und auch die Schulen lassen Wandertage immer mehr zu reinen Spaßveranstaltungen verkommen.“ So lauten die Vorurteile vielerorts. Dass es auch anders geht und Wandern und Vergnügen einander nicht ausschließen, bewies der Wandertag der Klasse 6a der Regelschule Thomas Mann in Erfurt. Sie erlebte, einen aktiven, einzigartigen und vor allem lustigen Tag bei den Unstrut- Lamas in Herbsleben.

Schon um 8:00 Uhr morgens trafen sich die Schüler und die betreuenden Lehrer Herr Werner und Frau Böttger am Bahnhof. Mit guter Laune und strahlendem Sonnenschein ging es von dort aus per Zug und Bahn nach Herbsleben. Dort angekommen, wartete die erste Herausforderung auf die Schüler. Dem beliebten Schülermotto „Mädchen gegen Jungs“ folgend, wurden zwei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe erhielt eine Wegbeschreibung. Zeitversetzt startend galt es, innerhalb der kürzesten Zeit den Weg zu den Unstrut Lamas zu finden.
Am Ziel angekommen wurde die Klasse zuerst von den beiden Hundedamen Lotte und Asta freudig begrüßt. Die beiden Terrier Hündinnen gehören zu Alina Kroll, welche mit ihrer Familie die Unstrut Lamas beherbergt. Nach kurzem beschnuppern und einer kleinen Einführung in die „Lamakunde“ wurden die Schüler mit den vier Lamas Cäsar, Max, Pasco und Oskar bekannt gemacht.
Gemeinsam mit ihnen begab sich die Klasse anschließend auf Wanderschaft entlang der örtlichen Unstrut. In Gruppen durften dabei die ursprünglich aus Südamerika stammenden Tiere geführt werden- doch Vorsicht: Streicheln lassen sich Lamas nicht gern. Generell stellten die Kinder fest, dass die Tiere ihnen in mancherlei Hinsicht gar nicht so unähnlich sind. Sie haben nämlich ihren ganz eigenen Charakter. Menschen mutwillig anspucken zählt zur Erleichterung der Schüler jedoch nicht dazu. „Lamas spucken nur untereinander. Damit machen sie klar, wer der Boss der Lamaherde ist.“, erklärte Peter von den Unstrut- Lamas den Schülern. „(…) Wenn sich Lamas allerdings bedroht fühlen, oder man sich Ihnen auf unangemessene Art nähert, schützen sich Lamas, indem sie spucken.“, ergänzte Alina Kroll die Aussage ihres Vaters.
Dies sollte eine Schülerin noch am eigenen Leib zu spüren bekommen, als sie unabsichtlich einem der Lamas zu nah kam und damit für den Lacher des Tages sorgte. Bis auf eine nasse Schulter ist natürlich nichts weiter passiert. Gelernt haben die Schüler unterwegs so einiges. Neben interessanten Infos rund um Lamas erlebten die Schüler selbst, dass jedes Tier seine Eigenheiten hat und es beim Umgang mit den Wiederkäuern auf Geduld, Respekt und Einfühlungsvermögen ankommt, so wie bei uns Menschen auch.
Diese Erkenntnis ist wohl neben dem Erlebnis mit den Tieren der größte Gewinn, den die Schüler aus diesem wunderbaren Tag mit den Unstrut- Lamas von Alina Kroll und ihrer Familie erhalten konnten.
Nach einer rund drei Kilometer langen Wanderung konnten die Schüler bei einem Quiz noch Ihren Lamaführerschein ablegen. Und so viel sei gesag: den Idiotentest musste keiner machen.

Unser Dank gilt Alina Kroll, ihrer Familie und natürlich den Unstrut Lamas Cäsar, Max, Pasco und Oscar sowie den Begleithündinnen Lotte und Asta.

Die Klasse 6a

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