Rechtsradikale dringen in Apoldaer Flüchtlingsheim ein - meinanzeiger.de
3. Oktober 2017
Apolda

Rechtsradikale dringen in Apoldaer Flüchtlingsheim ein

Landfriedensbruch und Schlägerei

Am Sonntagabend gegen 18:30 Uhr kam es zu einem größeren Polizeieinsatz vor einem Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Apolda.

Drei Männer (27, 33, 40) waren nach einem Besuch des Apoldaer Zwiebelmarktes an dem Heim vorbei gegangen und forderten die Jugendlichen auf, ihre Musik abzustellen. Es kam zum Streit, woraufhin die drei Männer in die Flüchtlingsunterkunft eindrangen. Dort kam es zu Tätlichkeiten, die mit einer Eisenstange, zerbrochenem Geschirr und Verlängerungskabeln geführt wurden. Die Schlägerei setzte sich dann vor der Flüchtlingsunterkunft fort. 

MehrereNotrufe gingen bei der Polizei ein und führten zum Einsatz von mehreren Streifenwagen. Die Beamten trennten die beiden Lager voneinander, wobei auch Pfefferspray eingesetzt werden musste. Zwei der Angreifer erlitten bei den Auseinandersetzungen Verletzungen an den Händen und im Gesicht. Zwei der jugendlichen Flüchtlinge wurden durch den Einsatz des Pfeffersprays leicht verletzt. Drei Rettungswagen waren mit im Einsatz. 

Die drei Beschuldigten stammen aus dem Raum Eisenberg, zwei sind wegen Straftaten aus dem rechtsradikalen Bereich bereits polizeibekannt. Alle drei waren alkoholisiert. Die Ermittlungen gegen die drei Beschuldigten laufen wegen Landfriedensbruchs.

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