Anzeige
7. Januar 2022
Arnstadt

Brillante Farben und ein beeindruckender Sound

Im Test: Der Hisense 4K ULED-TV - 65U87GQ

Dank moderner, hochauflösender Technologien sind sehr detailtreue Wiedergaben auf dem Fernsehbild möglich. Hier eine Testaufnahme von einem Hisense 65U87GQ. Foto: Andreas Abendroth

Von Andreas Abendroth – Redaktion Sonderthemen

Es ist schon sehr erstaunlich, wenn man auf Testberichte von TV-Geräten schaut. Eigentlich sind es immer dieselben Marken, die immer ganz oben stehen. Blickt man dann mal auf Bewertungen von Nutzern, sieht das Ergebnis oft ganz anders aus.

Bei Recherchen rund um die Trends bei TV-Geräten in den Elektrofachmärkten der Region, stieß ich auf die Marke Hisense. Den Namen habe ich doch schon gehört? Na klar – bei den Übertragungen von Großfußballereignissen wie WM und EM – als Bandenwerbung.

Da die Fachverkäufer nicht viele Informationen parat hatten, half nur eins: Eigene Recherchen und einen Hisense-TV mal unter Realbedingungen testen. Denn ein Test sagt oftmals mehr als 1000 dahingesprochene Worte. Letztendlich zählt der individuelle Eindruck – eine realistische Farbwiedergabe und eine Klangreinheit – für ein erstklassiges Seh-Vergnügen.

Die Wahl fiel auf den 65U87GQ. Ein Gerät, welches auch im regionalen Fachhandel angeboten wird. Geworben wird beispielsweise mit 4K ULED, modernster HDR Technologie, Dolby Atmos und einfacher Bedienung dank VIDAA U5.

Bei der Anlieferung staunt man schon ein wenig über die Größe. In ein kleines Auto passt das Gerät plus Verpackung kaum.

 

Auspacken und Montage

Um es gleich vorweg zu sagen, zu zweit funktioniert Montage und Aufstellen leichter…

Der 65-Zoller – Bilddiagonale 164cm – kommt sicher und gut verpackt. Und ich bin positiv erstaunt, die Menge an Verpackungsmaterial hält sich wirklich in Grenzen. Da hat sich jemand im Vorfeld einen Kopf – auch in Bezug Verpackungsmüll – gemacht.

Nachdem der Bildschirm flach auf einen Tisch gelegt ist, muss der Standfuß montiert werden. Dieser wird bei diesem Gerät mittig montiert. Zunächst wird eine Abdeckung entfernt, die Halteplatte des Fußes mittels vier Schrauben befestigt. Danach die Abdeckung wieder aufgesetzt. Fertig.

Im Lieferumfang ist zudem eine Fernbedienung, die notwendigen AAA-Batterien, verschiedene Kabel und ein Benutzerhandbuch enthalten.

Das Testgerät – ein Hisense 65U87GQ – verspricht viele Innovationen. Diese wurden im Test bestätigt. Foto: Andreas Abendroth

Anschluss und Einrichten

Zunächst sieht man als Verbraucher nur die äußeren Werte. Das bedeutet in diesem Fall: das TV-Gerät ist sehr flach, der Bildschirm erscheint fast rahmenfrei. Hisense verzichtet auf Frontlautsprecher. Der Sound wird von der Rückseite aus abgestrahlt. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die (möglichst vielen) Anschlussmöglichkeiten. 4x HDMI (2.1 Spezifikation, 1x eARC), 2x USB (1×2.0, 1×3.0), 1x optische Schnittstelle (S/PDIF Output), 2x RF Tuner (Antennenanschluss), 1x Composite (AV) Input, Ethernet RJ45 (Port für Netzwerkanschluss), Common Interface (CI+) und Kopfhörerausgang.

Anschluss geht schnell und selbsterklärend

Der nächste Schritt ist eigentlich der Wichtigste. Wie bekomme ich ein TV-Bild auf das TV-Gerät. Hier haben viele nicht technisch versierte Menschen einfach Angst etwas falsch zu machen. Und ich kann Ihnen die Angst nehmen. Bei dem Hisense-Gerät geht die Ersteinrichtung einfach und selbsterklärend. Doch der Reihe nach.

Schaltet man das TV-Gerät ein, erscheint eine „Welcome-Seite“. Hier wird man nach der Sprache gefragt. „Deutsch“ wird ausgewählt. Bei TV-Modus wähle ich „Heimmodus“ aus. Auf der nächsten Seite geht es um die Internetverbindung (WLAN). Ich wähle aus der Auswahl meinen Router aus und gebe den Netzwerkschlüssel ein. Nach wenigen Sekunden hat sich das TV-Gerät verbunden. Es folgt noch die Frage, in welchem Land der Fernseher angeschlossen ist und die Datenschutzbestimmungen müssen bestätigt werden. Nun noch auf den Button „Viel Spaß mit VIDAA“ drücken. (VIDAA ist übrigens das Betriebssystem des Fernsehers.)

Auf dem nächsten Bildschirm muss man die primäre Eingangsquelle auswählen. Also wo das TV-Signal – die Sender – herkommen soll. Satellit, Antenne oder Kabel, HDMI-Anschlüsse etc. Bei mir wird das TV-Bild über einen UHD Receiver eingespeist. Das Signal wird mittels eines „Ultra High Speed HDMI 2.1 Kabel“ übertragen. Dieses schafft eine Datenübertragung bis 48 Gbit/s, bei 4K mit 120 Bildern pro Sekunde. Und dieses habe ich ab HDMI Anschluss 4 angeschlossen. Auf den Button drücken und schon bin ich auf dem Signal von meinem Receiver, kann über das dortige EPG-Menü auf die Sender zugreifen. Fertig… Alles geschafft in nicht einmal 5 Minuten.

Beim zweiten Start des TV-Gerätes startet dann noch zweimal eine Systemaktualisierung des Gerätes. Diese funktioniert auch problemlos.

Wichtig zu wissen ist auch, sollte man mal einen Punkt überspringen, lässt er sich auch noch im Nachhinein konfigurieren.

Das mitgelieferte Zubehör beim Hisense 65U87GQ. Foto: Andreas Abendroth
Auf der Rückseite des Hisenses 68U87GQ befinden sich viele Anschlussmöglichkeiten. Foto: Andreas Abendroth
Auf der Rückseite des Hisenses 68U87GQ befinden sich viele Anschlussmöglichkeiten. Foto: Andreas Abendroth

Einstellungen, Wiedergabe und mehr

Was macht einen modernen Fernseher aus? In der Familie nachgefragt bekomme ich sehr individuelle Antworten. Natürliche, lebensechte Farben, scharfes Bild, ein guter Ton und von meinem Sohn: bei Aktion ein flüssiges, scharfes Bild – ganz ohne Ruckeln und Schlieren. Alles Dinge, welche der Hersteller mit Quantum Dot Colour, Ultra HD-Premium, Dolby Atmos, HDR10+ und Dolby Vision auf der Umverpackung verspricht.

Beginnen wir mit dem Bild. In der Werkseinstellung ist das Fernsehbild hell, kontrastreich – sieht real aus. Natürlich ist das eine subjektive Einschätzung. Auch bei uns hat jeder seine eigene, individuelle Meinung dazu. Alle sind wir uns einig, etwas rot muss raus. Dank der Bildmodus-Einstellungen kann man dies gut regulieren. Wir einigen uns zunächst auf die Einstellung „Dynamisch“. Später optimiere ich die Einstellungen noch einmal über die Möglichkeit der „Bildmodus-Einstellungen – Einstellungen für Experten“.

Außerdem lade ich mal zum Test des Farbspektrums eine Kalibrierungsvorlage für Digitale Fotolabor-Maschinen hoch. Im Vergleich mit der Original-Vorlage erscheint das Musterbild auf dem Bildschirm im RGB-Farbraum wie im Original. Nur der Kontrast ist höher. (siehe Fotogegenüberstellung)

Gegenüberstellung eines RGB-Muster-Farbspektrums. Links: als Vorlage diente eine Kalibrierungsmuster für Digitale Foto-Labormaschinen. Rechts: die hochgeladene Vorlage auf dem Hisense 65U87GQ. Im Ergebnis entspricht das Farbspektrum der Originalvorlage. Der Fernseher hat nur eine höhere Kontrastwiedergabe. Foto: Andreas Abendroth

Um die Farben einschätzen zu können, sehen wir uns Filme aus der Natur an. Danach lade ich einige Fotos aus dem gleichen Bereich hoch. Die Wiedergabe ist einfach genial. Lebensechte Farben und eine gute Kontrastabstimmung. Doch was ist dem Schwarztönen – um die so viele Experten Romane schreiben? Der Test fällt bei uns praktisch aus. Hier eignet sich gut Filmmaterial von Konzerten und aus Kirchen, weil der Anteil von schwarz und weiß hoch ist. Dank der Technologie erleben wir satte Schwarztöne, die sich feinen Schattierungen abheben. Dunkle Szenen und Bereiche verwischen nicht in ein matschiges schwarz-grau. Die Anzüge der Orchestermusiker schwarz, die Hemden weiß und die Krawatten leuchten im klaren Silberton. Genauso stellt man sich ein ausgewogenes Farbbild vor.

Als nächstes geht es um die Auflösung. Es wird ja mit 4K und Ultra HD-Premium geworben. Genutzt werden eigene 4K-Filme, ausgewähltes Material von YouTube und von IMAX – zumeist Landschafts- und Naturaufnahmen. Man fühlt sich wie in die Szene hineinversetzt. Man sieht jedes Detail in absoluter Klarheit. Einfach atemberaubend. Gleiches galt auch – dank einer maximalen Bildrate von 120 Hertz – bei schnellen Szenen. Alle Bewegungsabläufe wurden flüssig dargestellt, es war kein Stocken oder Ruckeln erkennbar.

Erstaunt waren wir auch vom sauberen, satten Sound, welcher der U87GQ erschallen lässt. Alle Lautsprecher befinden sich an der Rückseite des Gerätes. Hier hat Hisense nicht gespart. Mit dem 2.1.2-System kommt auch ohne zusätzliche Soundanlage aus. Natürlich hat man als Benutzer über den Einstellungsbereich „Ton“ verschiedene Möglichkeiten. Wir fanden den „Musikmodus“ am passendsten.

Getestet wurde auch, wenn eine externe Soundanlage angeschlossen wird. Der Anschluss erfolgte über ein optisches Kabel. Es funktioniert, nur erkennt das TV-Gerät nicht, wenn die Anlage zugeschaltet wird. Über das Einstellungsmenü des Fernsehers muss immer ein anderer Lautsprecherausgang gewählt werden.

Detailtreue und naturnahe Wiedergabe einer Aufnahme einer Libelle auf dem Hisense-TV. Foto: Andreas Abendroth
Dank moderner, hochauflösender Technologien sind sehr detailtreue Wiedergaben auf dem Fernsehbild möglich. Hier eine Testaufnahme von einem Hisense 65U87GQ. TV-Foto: Andreas Abendroth
Mit sehr viel Liebe zum Detail erfolgt die figürliche Darstellung in der Porzellanherstellung. Der Hisense-Fernseher gibt klar die filigranen Details wieder. Foto: Andreas Abendroth
Dank moderner, hochauflösender Technologien sind sehr detailtreue Wiedergaben auf dem Fernsehbild möglich. Hier eine Testaufnahme von einem Hisense 65U87GQ. TV-Foto: Andreas Abendroth
Eine Herausforderung auf Grund der Lichtverhältnisse sind für Filmemacher und Fotografen die Innenräume sakraler Gebäude. Hier ein Blick in den Petersdom in Rom. 4K-Auflösung lässt aber auch unter diesen Bedingungen alle Details erkennen und der Hisense-TV gibt diese brillant wieder. Foto: Andreas Abendroth

Was gibt es sonst noch…

– Den Betrachtungswinkel – also den Bereich, bei welchem man das Bild noch optimal erkennen kann. Man möchte ja nicht zentral-gedrängt vor dem Fernseher hocken. Hier musste der Winkelmesser aus dem Matheunterricht meines Sohnes zur Ermittlung der Gradzahl herhalten. Je nach individueller Betrachtungsweite der einzelnen Personen wurde eine optimale Sicht auf den Bildschirm zwischen 170 und 180 Grad ermittelt.

– Außerdem viel uns auf: Auf dem Bildschirm sind kaum Spiegelungen aus der Raumumgebung zu sehen.

– Alle gängigen Streaming-Dienste werden unterstützt. Die wichtigsten Anbieter sind über eine voreingestellte Taste auf der Fernbedienung sofort erreichbar.

– Spielekonsolen und Computer/Laptops können über den HDMI-Eingang angeschlossen werden. Der Fernseher dient dann als Monitor. Außerdem kann unter den Geräte-Einstellungen „Bild“ kann der „Spielemodus“ zur Optimierung aktiviert werden.

– Über Bluetooth kann man Kameras und andere Mediaplayer mit dem TV-Geräte verbinden. Das jeweilige Geräte/Datenanwendung muss nur freigegeben werden. Alle gängigen Video-, Audio- und Bildformate werden unterstützt.

– Der Hisense-TV kann auch über verschiedene Sprachassistenten gesteuert werden.

Der Startbildschirm (Launcher-Ansicht) des Hisense 4K ULED Fernsehgerätes. Von hier hat man Zugriff auf alle Bereiche des TV-Gerätes. VIDAA ist das Betriebssystem des Hisense-Gerätes. Foto: Andreas Abendroth

Fazit

Das Hisense-Modell 65U87GQ punktet mit einer aufeinander abgestimmten Technik. Auffällig ist die sehr gute Bildqualität, welche mit einem beeindruckenden (Raum-)Klang gepaart wurde. Erfreut waren wir auch von der einfachen Erstinstallation und Inbetriebnahme sowie einer übersichtlichen Bedienung des TV-Gerätes. Außerdem lässt sich das TV-Gerät individuell in der Launcher-Ansicht personalisieren.

– Hervorragende Bildwerte

– Starke Tonanlage

– Sehr gute Ausstattung

– Viele verschiedene Anschlüsse

Was möchte Mann, Frau und Familie mehr. Alle angepriesenen Funktionen überzeugten und garantierten und sorgten für ein eindrucksvolles Fernseherlebnis. Ein TV-Gerät, das volle Punktzahl erhält.


 

Über Hisense:

Seit über fünf Jahrzehnten (1969) steht das Unternehmen mit Hauptsitz in China für die Entwicklung von Innovationen in der Unterhaltungselektronik. Das Unternehmen zählt zu den weltweit führenden Marken für Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte. Seit Januar 2021 werden Fernsehgeräte für den europäischen Markt am Produktionsstandort in Slowenien produziert. Im August 2021 sicherte sich der Elektronikkonzern als weltweit erste TV-Marke die Produkt-Cybersicherheits- und Datenschutz-Standardzertifizierung für die Smart-TV-Plattform VIDAA U5. Der Sitz der deutschen Niederlassung – Hisense Gorenje Germany GmbH – befindet sich in Garching bei München.

Mehr Informationen: https://hisense.de/

 

Auch interessant