22. Mai 2017
Arnstadt

Ein Thüringer in Naumburg

Thüringer Autoren sind auch jenseits der Grenzen des Freistaats gern gesehen. Vielleicht, weil sie ab und an über den Tellerrand schauen. So wie der Rudolstädter Autor Jörg F. Nowack.



Den Naumburger Dom kennt Jörg F. Nowack ziemlich gut. Als der in Nebra Geborene die Kathedrale in Kindertagen zum ersten Mal betrat, erging es ihm beinahe so wie an dem Tag, als er zum ersten Mal die Buchhandlung seiner Familie von innen sah: „Ich war überwältigt.“
Seitdem sind Bücher seine Welt. Und obwohl er zwischendurch in anderen Berufen arbeitete, hat ihn Gedrucktes nie losgelassen.

Seit einiger Zeit lebt Nowack im thüringischen Rudolstadt, wo er beschloss, selbst Bücher zu schreiben. Der Grund für diese wundersame Wandlung vom Leser zum Schreiber war sein Enkel. „Eines Tages fragte er mich, wie Bücher entstehen. Und da erklärte ich es ihm – von Anfang an.“
Nowack schreibt unter anderem Kinderreiseführer für den Verlag Biber und Butzemann. Eines davon – „Schatzsuche zwischen Saale und Unstrut“ – thematisiert Thüringens Nachbarland Sachsen-Anhalt. Ein Kapitel widmet sich speziell dem Dom und der KinderDomBauhütte, wo sich Kinder unter fachlicher Anleitung auf die Spuren von Dombaumeistern begeben. Zum fünfjährigen Bestehen Anfang Mai lud Jessica Buchwald, Kulturpädagogin im Dom, den Rudolstädter Autor in den Domgarten ein. Unter anderem deshalb, weil er ihr mit seinem Buch ein literarisches Denkmal setzte.

AA-Redakteurin Jana Scheiding hat Jörg F. Nowack auf seiner Lesereise begleitet und einige Impressionen in Bildern festgehalten.

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