Mandolinenorchester „Eichsfeldia“: Keine Konzerte, trotzdem zuversichtlich - meinanzeiger.de
9. Juni 2020
Bad Langensalza

Mandolinenorchester „Eichsfeldia“: Keine Konzerte, trotzdem zuversichtlich

Das Mandolinenorchester „Eichsfeldia“ aus Struth bei seinem traditionellen Pfingstkonzert am Grillplatz bei Kloster Zella. In diesem Jahr muss diese ­persönliche Begrüßung des Sommers mit Mandolinen­klängen der Krise wegen leider ausfallen. Foto: Bertram Kieler / Verein

Das Mandolinenorchester „Eichsfeldia“ aus Struth ist auch ohne Auftritte und Proben zuversichtlich:

So viele Wochen ohne Proben, von Auftritten ganz zu schweigen. Besonders schmerzlich wurden die Musiker vom Mandolinenorchester „Eichsfeldia“ aus Struth wohl am Pfingstsonntag daran erinnert, dass sie an diesem Tag bei Kloster Zella mit ihrem Konzert wie üblich den Sommer begrüßt hätten. Sie hätten so sehr gern ­gespielt, ihr Publikum getroffen.

„Diese lange Zeit ohne aufzutreten, ohne zu üben und einander zu sehen, ist schon ein riesiger Bruch in unserem Vereinsleben“, ­konstatiert Marco Tasch, ­Orchesterleiter seit 20 Jahren. „Natürlich ­haben wir versucht, wenigstens online in Kontakt zu bleiben, haben Noten verschickt, ­damit jeder üben kann“, erinnert er sich an die vergangenen Wochen mit dem Ansinnen, das musikalische Leben im Mandolinenverein so gut es geht aufrechtzuerhalten. Zu Hause allein zu üben, ist sehr schwer, weiß Tasch. „Vor ­allem fehlt uns die Gemeinschaft“, vermutet er, dass es nicht einfach sei, sich in dieser ungewöhnlichen Zeit immer wieder zu motivieren.

Grüße ans treue Publikum

Doch Marco Tasch und der Verein – 30 Mitglieder spielen im Mandolinenorchester, nochmal so viele sind nicht-musizierende Vereinskame­raden – werfen trotz allem einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft. Doch zuerst liegt ihnen eines sehr am ­Herzen: „Wir möchten unser ­liebes Publikum grüßen und ihm alles Gute, aber vor allem Gesundheit wünschen. ­Gemeinsam werden wir auch diese krisenhafte Zeit ­über­stehen!“

So hoffen die Musiker im Alter von 12 bis 87 Jahren ­darauf, bald wieder gemeinsam proben und musizieren zu dürfen. Sie sind ­zuversichtlich, dass es klappen könnte. „Die Wieder­sehensfreude ist sicher groß“, kann es Marco Tasch kaum ­erwarten, die anderen Orchester­mitglieder zu treffen. Wahrscheinlich, so vermutet er, müssten die Finger aber erst einmal wieder richtig gelenkig werden, sie sich alle nach der langen Pause an das gewohnte Niveau heranarbeiten. Aber das wird schon, da wird eben so viel geübt, bis die Finger Hornhaut bekämen, sagt er ­augenzwinkernd.

Nächstes Jahr in Mühlhausen

Das Orchester geht dann in die Probenphase für das Kornmarktkirchenkonzert am 25. April 2021 in Mühlhausen. Wie gewohnt soll das ein sehr anspruchsvolles, ­besonders schönes Konzert werden, auch mit neuen Stücken. Aber dafür steht das Mandolinenorchester, das bereits 1929 in Struth begründet ­wurde, ja ­sowieso. Sein Repertoire ist mit klassischer und Volks­musik, modernen Songs bis hin zu Heavy Metal und Filmmusik ein recht großes, bunt gemischtes. Immer wieder wissen die Zupfinstrumente-Spieler bei ihren Konzerten auch mit ­zusätzlichen Komponenten wie Verstärkung durch Gesang, Schlagzeug oder E-Gitarre ihre ­Zuhörer zu überraschen.

Wem die Wartezeit bis zum April zu lang ist, der kann sich bestimmt auf die weihnacht­lichen Konzerte des Mando­linenorchesters in diesem Jahr freuen. „Auch da sind wir zuversichtlich, dass sie stattfinden werden“, hofft Marco Tasch darauf, dass die Krise bald überwunden sein wird. Und für jene, die so gar nicht auf die geliebte Mandolinenmusik verzichten möchten, gibt es Konzertmitschnitte des Orchesters auf CD.

 

Weitere Informationen gibt es unter www.mandolienverein-Eichsfeldia.de.

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