Kaffee: Aromatischer als Wein und die Inspiration zur Web-Cam - meinanzeiger.de
30. Mai 2020
Box-Story

Kaffee: Aromatischer als Wein und die Inspiration zur Web-Cam

Wer sich für eine Tasse Kaffee entscheidet, der wählt ein ganz besonderes Getränk. Wie besonders – das zeigt diese Auflistung interessanter Fakten, die der Deutsche Kaffeeverband e.V. zusammengetragen hat. Foto: Free-Photos / www.pixabay.com

Von wissenschaftlich bis kurios:
13 spannende Fakten über das dunkle, heiße Lieblingsgetränk der Deutschen

Glauben Sie, dass Sie schon alles über Kaffee wissen? Jetzt können Sie Ihr Wissen noch einmal überprüfen. „Wir präsentieren Ihnen spannende Fakten rund um die aromatische Bohne – von wirtschaftlichen Kennzahlen, über wissenschaftliche Fakten bis hin zu kuriosen Informationen“, lädt der Deutsche Kaffeeverband e.V. zu einer interessanten und informativen Lektüre ein:

 

166 Liter Kaffee im Jahr – pro Kopf

1. Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen
Wir sind eine Nation von Kaffeetrinkern.

Im Jahr 2019 lag der Pro-Kopf-Konsum bei 166 Litern Kaffee pro Bundesbürger und damit deutlich über dem von Mineral- und Heilwasser.
Das waren  laut dem Verband Deutscher Mineralbrunnen „nur“ 142 Liter im Jahr 2019.

 

Die Deutschen sind „Kaffee-Weltmeister“

2. Der deutsche Kaffeemarkt gehört zu den größten der Welt
Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte Käufer von Rohkaffees aus aller Welt und im Bereich des Kaffee-Exports sogar „Weltmeister“:
Kein anderes Land führt mehr Röstkaffee, löslichen und entkoffeinierten Kaffee in andere Staaten aus.  

 

Wo „Kaffee“ drauf steht, ist auch nur Kaffee drin

3. Für Kaffee gilt ein Reinheitsgebot
Eine Verpackung, auf der „Kaffee“ steht, darf ausschließlich Kaffee enthalten.
Andere Stoffe dürfen nur zugesetzt werden, wenn dies entsprechend gekennzeichnet wird.  

 

Der Selbstgemachte schmeckt am besten

4. Kaffee schmeckt zu Hause am besten
In Deutschland wird Kaffee am liebsten zu Hause getrunken und dort schmeckt er auch am besten.

Dürften Konsumenten Noten vergeben, so wird der Kaffee zu Hause im Durchschnitt mit der Schulnote 1,6 bewertet. 

Zum Vergleich:
Kaffee in der Gastronomie erhält eine 1,8 und die am Arbeitsplatz getrunkene Tasse Kaffee rangiert mit der Note 2,1 auf Platz drei.

Das fand der Deutsche Kaffeeverband in seiner Kaffee-Konsumstudie „So trinkt Deutschland Kaffee 2019“ heraus. 

 

Eine „Aromen-Bombe“

5. Kaffee verfügt über mehr Aromen als Wein
Von fruchtig über karamellartig bis hin zu pfeffrig – in Kaffee stecken 850 bis 1 000 unterschiedliche Aromen und damit rund doppelt so viele wie in Wein, der etwa 400 verschiedene Aromastoffe enthält.

Kaum Kalorien

6. Kaffee ist kalorienarm
Eine Tasse schwarzer Kaffee besitzt gerade einmal drei Kalorien – solange man auf die Zugabe von Milch oder Zucker verzichtet. 

 

Soll sogar dazu beitragen, vor Alterungserscheinungen und Krebs zu schützen

7. Kaffee ist reich an  Antioxidantien
Antioxidantien können jung halten, sie können vor Alterungserscheinungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Krebs schützen.
Kaffee ist aufgrund seines hohen Gehaltes an Chlorogensäuren und Melanoidinen ein wichtiger Lieferant von Antioxidantien für den Menschen. 

Zu diesem Ergebnis kam eine US-amerikanische Studie, die unter Berücksichtigung von Portionsgrößen und durchschnittlichen Verzehrgewohnheiten mehr als 100 verschiedene Lebensmittel auf ihren Antioxidantien-Gehalt analysierte.  (Quelle: Richelle, M. et al. J of Agricultural and Food Chemistry, 49, 3438-3442, 2001)

 

Genuss und Faulheit führten zu toller Entwicklung

8. Dank Kaffee wurde die Webcam erfunden
Bequemlichkeit macht erfinderisch:
Studenten der Cambridge Universität war es zu aufwendig, zur weiter entfernten Filterkaffeemaschine zu laufen, ohne überhaupt zu wissen, ob es dort noch frischen Kaffee gibt.
Daher brachten sie eine Kamera in der Nähe der Kaffeemaschine an, mit der sie vom Arbeitsplatz aus jederzeit den Füllstand der Kaffeekanne prüfen konnten.

Damit war die Idee der Webcam geboren. 

 

Kaffeemonopol, Verbote und ganz besondere Schnüffler

9. „Kaffeeschnüffler“ war  früher ein Beruf
Friedrich der Große führte 1781 ein staatliches Kaffeemonopol ein und verhängte auch gleich einen „Brennzwang“.
Damit war das Rösten von Kaffee nur noch in staatlichen Röstereien erlaubt. Privatleute durften weder Kaffeebohnen besitzen, noch selbst welche rösten.

Um zu überprüfen, ob sich die Bürger auch an das Gesetz hielten, setzte Friedrich der Große sogenannte „Kaffeeschnüffler“ ein.

Sie sollten am Röstgeruch unfolgsame Bürger entlarven.

 

Kaffee wirkt auch ohne, dass man ihn trinkt

10. Bereits der Duft von Kaffee wirkt
Wissenschaftler aus Thailand fanden heraus, dass bereits das Einatmen von Kaffeeduft die belebende Wirkung von Kaffee erzeugen kann:
Der Geruch von Kaffee kann das Gehirn stimulieren und kognitive Prozesse verbessern.  

 

Geschmacksverstärker

11. Kaffee macht Süßes noch süßer
Eine Studie der Universität Aarhus in Dänemark zeigt, dass Kaffee die Empfindlichkeit für Süße erhöht.

Dabei wurde der Geruchs- und Geschmackssinn von 156 Testpersonen vor und nach dem Kaffeetrinken geprüft. 

Die Forscher stellten keine Veränderungen des Geruchssinns fest, aber sie konnten zeigen, dass der Geschmackssinn beeinträchtigt war:
Menschen, die nach dem Kaffeetrinken getestet wurden, reagierten empfindlicher auf Süße und weniger empfindlich auf Bitterkeit. 

 

Die revolutionäre Kraft des Kaffees –
besser: des Kaffeeentzugs

12. „Erichs Dröhnung“
In der DDR war reiner Röstkaffee schier unerschwinglich.
Schließlich führte die Parteiführung einen Mix aus Kaffee und Getreide, Zuckerrüben und Erbsen ein.

Dieser Kaffeeersatz schmeckte den Bürgern überhaupt nicht und wurde in Anlehnung an westdeutsche Produkte als „Erichs Dröhnung“ verschmäht.
D
ie Unzufriedenheit der Bürger wurde sogar offen geäußert, ein Volksaufstand drohte. 

Schnell suchte die Politik nach Abhilfe und kaufte im Ausland Kaffee ein.
Um langfristig den Mangel an Kaffee abzustellen, sollte das sozialistische Bruderland Vietnam Kaffee anbauen. 

 

Lautstarker Genuss

13. Kaffee wird geschlürft
Kaffee wird ähnlich wie Wein verkostet:
Der Kaffee wird dabei geschlürft, damit mehr Sauerstoff aufgenommen wird und somit die verschiedenen Aromen besser herausgeschmeckt werden können.

Professionelle Kaffeetester verkosten bis zu 150 verschiedene Kaffees pro Tag.  

 

Weitere Tipps und Infos

Mehr Hintergrundinformationen und Fakten rund um den Kaffee gibt es unter:
www.kaffeeverband.de

 

Quelle: Deutscher Kaffeeverband e.V.

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