„Bleicherode – Der Film“ feiert Premiere - meinanzeiger.de
27. Januar 2020
Eichsfeld

„Bleicherode – Der Film“

Uraufführung ist am 11. Februar im Kino Bleicherode

Am Drehort: Im Mantel ist links die Hauptdarstellerin ­Marion Mitterhammer zu sehen. Foto: Gregor Mühlhaus

Von Gregor Mühlhaus

Es sind nun fast elf ­Monate her, dass das kleine Städtchen Bleicherode zu Klein-Hollywood wurde und Schlagzeilen machte. Der in der Südharzstadt geborene und aufgewachsene Filmregisseur Hans-Günter Bücking hat in seiner Heimatstadt einen Film gedreht, der am 11. Februar im Filmtheater Bleicherode Premiere feiern wird. Das Besondere: Die Schauspieler sind, bis auf wenige Ausnahmen, Bleicheröder und absolute Laien.

Kaum Schauspieler mit Erfahrung

Umso erstaunlicher ist es, dass aus dem Projekt etwas ­Besonderes geworden ist, findet der 68-Jährige, der schon für große Kinofilme hinter der Kamera stand oder Regie führte.
Die Hauptrolle im neuen Streifen „Bleicherode – Der Film“ spielt Bückings Ehefrau Marion Mitterhammer. Die Österreicherin ist eine der wenigen, die seit Jahren Filmerfahrung hat und in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen war. Im neuen Bücking-Film spielt sie die Lotti, einen wahren Paradiesvogel, der nach Jahren wieder in seine Heimatstadt kommt und eine Menge Überraschungen erlebt.

Ein Film von Bleicherödern für Bleicherode

„Wir haben in Bleicherode wunderbare Leute getroffen. Sie sind alle motiviert. Viele haben eine nicht unwesentliche Sprechrolle im neuen Streifen. Es ist ein Film von Bleicherödern für Bleicherode“, so die 54-Jährige. Bei einem dreitägigen Casting Anfang Januar vergangenen Jahres, zu dem 300 Leute gekommen waren, ging es darum, die besten Charaktere für den Film zu finden. Außer zahlreiche Komparsen suchte Bücking mehr als 20 talen­tierte Laienschauspieler für Sprechrollen. „Letzen Endes haben sich natürlich die Besten durchgesetzt“, so der Regisseur.

Technikteam aus der Region

Am 8. Februar 2019 stand dann der erste von 25 Dreh­tagen an. Gedreht wurde unter anderem auf dem jüdischen Friedhof, im Freibad der Stadt und im Kulturhaus. Einer der wenigen Profis, die mitspielen, ist Bruno Jonas aus München. Er besitzt ebenso, wie die Hauptdarstellerin, weitreichende Fernseherfahrung. Alle anderen sind Filmfrischlinge. Bücking hofft, dass sein Projekt ein großer Erfolg wird. Und er lobt das Engagement derjenigen, die mitgemacht haben, sich rein gehangen und gezeigt haben, dass man mit Fleiß viel erreichen kann. Allen voran das Technikteam. So sind die Tonleute, die Kameraassistenten, Kabelträger und Regieassistenten begabte junge Menschen, die alle aus der Region kommen und jeden Drehtag mit von der Partie waren. „Die Leute waren lernfähig, wissbegierig und hatten bei der Arbeit viel Spaß“, zeigt Bücking mit Stolz auf das Team. Selbst die professionelle Tonmischung geschah in einem Tonstudio vor Ort.

Premiere mit rotem Teppich

Zur Premiere am 11. Februar werden in Bleicherode viele Menschen erwartet. Die Medien werden sich das Ereignis ebenfalls nicht entgehen lassen. Alle Akteure sind eingeladen und das Kino dürfte aus allen Nähten platzen. Für alle, die den Streifen sehen möchten, wird in Zukunft genug Gelegenheit dazu sein, denn ein Kinofilm läuft ja nicht nur einen Tag. Einen roten Teppich soll es sogar geben, erzählen die Insider. Bleicherode wird an diesem Abend im Mittelpunkt stehen – nicht nur im Film.

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