Mathi, der Kinderliedermacher - alles, für ein Lachen - meinanzeiger.de
5. Februar 2020
Eichsfeld

Mathi, der Kinderliedermacher

Mathias Kaufhold schreibt Lieder über mutige Muh-Tiger, Popopapier und Schluckauf – alles, um Kindern ein Lachen ins Gesicht zu zaubern

Die Kleinen sind begeistert von Mathi und seinen eingängigen Liedern. Foto: Mühlhaus

„Ich habe für mich das Liedermachen für Kinder mit dem Feuerwehrlied entdeckt“, sagt Mathias Kaufhold und denkt an seine Ausbildung zum Sozialassistenten und Erzieher zurück. Der junge Mann aus Niederorschel hatte die Aufgabe, für die Kleinen ein Spielangebot zum Thema Feuerwehr zu entwickeln. Dies war Bestandteil seiner Ausbildung. Er komponierte ein Lied, sang es den Kindern vor und begleitete sich auf der Gitarre dazu.
Die Kleinen waren begeistert. „Ich habe gemerkt, dass aus den Kinderliedern mehr werden könnte und weitere geschrieben“, so Kaufhold. Irgendwann seien dann die Eltern auf ihn zugekommen und wollten eine CD mit seinen Liedern haben. „Unsere Kinder singen zu Hause Ihre Lieder und wir können nicht mitsingen!“

Erste Produktion im Wohnzimmer

Wenig später produzierte der Eichsfelder seine erste CD im Wohnzimmer eines Freundes. „Ich habe das mal versuchsweise gemacht und abgewartet, wie es ankommt“, erzählt der Liedermacher. Von da an ging es steil aufwärts. Seit 2014 singt Kaufhold als Kinderliedermacher Mathi auf Sommerfesten, in Kindergärten, bei Stadtjubiläen, zu Firmenfeiern und Festivals. Erst im vergangenen Jahr hat er ein Kinderliederfestival im Eichsfeld ins Leben gerufen. Mehr als 1600 Kinder kamen in die Stadthalle in Heiligenstadt.

„Wie soll man das Wort Kindergarten verstehen?“

Der Vater zweier kleiner Söhne singt über Bauchschmerzen und Schluckauf und fragt in einem seiner Lieder: „Wie hört der Schluckauf eigentlich auf?“ Im Lied „Klo- und nicht Popopapier“ geht es um ­Dinge, die Kinder nicht verstehen können. So heißt es: „Wie soll man das Wort Kindergarten verstehen? Sieht man da etwa Kinder auf ­Gemüsebeeten gehen?“ Immer hat Kaufhold eine eingängige Melodie dazu.

Neues Album zu Ostern

Kinder, sagt der junge Mann, verstünden Sinnzusammenhänge oft falsch oder besser gesagt, „sie verstehen ihrer Meinung nach richtig.“ Denn sie meinen, dass es Popopapier lauten muss. So singt Kauhold: „Schließlich ist es für den Popo und am Ende werfen wir es erst ins Klo.“ In einem Lied seines neuesten Albums, das Ostern erscheint, singt Mathi vom Kapitän Schokobart. Es geht um einen Kapitän, der über alles gern Kakao trinkt und immer einen Schokobart davon hat. Als die Kakaotasse schließlich verschwunden ist, geht Mathi mit allen Kindern auf die Suche nach ihr.
Kaufhold wünscht sich, dass die Kinder etwas aus seinen Liedern mitnehmen. In einem Lied verkleidet sich ein ängst­liches Kind mit einer Kuh­maske und einer Tigerdecke und wird zum „Muh-Tiger“. Statt Angst vor dem Alleinsein zu haben, lehrt es anderen das Fürchten.

Von Gregor Mühlhaus

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