Der Tod des VP.-Wachtmeisters Herbert Liebs - meinanzeiger.de
15. Februar 2018
Eisenach

Der Tod des VP.-Wachtmeisters Herbert Liebs

Am Ortsausgang von Pferdsdorf-Spichra Richtung Willershausen befindet sich, unmittelbar an der Landesgrenze zu Hessen, unter hohen Bäumen ein Gedenkstein für den 21jährigen VP.-Wachtmeister Herbert Liebs.
Wer war dieser Polizist, der hier ums Leben kam? Was passierte damals auf dem Höhepunkt des Korea-Krieges?

Anfang 1951 erfolgen mehrere schwere Provokationen amerikanischer Soldaten der 24th Constabulary Squadron an der damaligen Demarkationslinie zwischen der amerikanischen und sowjetischen Besatzungszone.
Kurz hintereinander wurden durch die US-Amerikaner drei Thüringer Grenzpolizisten erschossen.
Als ersten traf es am 21. Februar 1951 den Geraer VP-Wachtmeister Herbert Liebs. Ein gezielter Schuss aus dem Hinterhalt traf den 21jährigen tödlich. Nur dem beherzten Einsatz eines Kameraden ist es zu verdanken, dass der Verletzte nicht in die amerikanische Besatzungszone verschleppt werden konnte. Liebs erlag kurz darauf seinen schweren Verletzungen. Er wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung am 26. Februar 1951 in Gera-Zeulsdorf beigesetzt.

Erstmalig wurden nun Dokumente aus den Archiven beider deutscher Staaten zu dem damaligen Ereignis ausgewertet und veröffentlicht. Es entstand eine spannende, 107 Seiten umfassende Dokumentation zum Tathergang und dem späteren Umgang mit dem Opfer. Unter dem Titel „Der Tod des Wachtmeisters Herbert Liebs – Fakten und Hintergründe“ wurde die Broschüre, die viele Originaldokumente und Fotos beinhaltet, 2017 veröffentlicht.
Interessenten, die mehr wissen wollen, können die spannende Dokumentation gegen eine Schutzgebühr von 5,50 Euro zzgl. Versandkosten per Mail bei Joachim Traut (joachim.traut@t-online.de) bestellen.

Bernd Dehn

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