12. Mai ist Internationaler Tag der Pflegenden - meinanzeiger.de
12. Mai 2020
Erfurt

12. Mai ist Internationaler Tag der Pflegenden

Beschäftigtenzuwachs in Gesundheits- und Pflegeberufen

Die Corona-Krise zeigt deutlich, wie wichtig Pflegeberufe für unsere Gesellschaft sind. (Foto: eliola/Pixabay)

Die Corona-Krise zeigt, wie wichtig medizinisches Personal und Pflegeberufe in unserer Gesellschaft sind. „Menschen, die sich beruflich um die Gesundheit anderer kümmern, werden dringend gesucht. Das war auch schon vor der Corona-Pandemie so“, erläutert Beatrice Ströhl, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt. Die Analyse der Beschäftigten zeigt: der Beschäftigungszuwachs in der Pflege fällt zumeist überdurchschnittlich hoch aus. Während im Durchschnitt bei allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten die Beschäftigung in Thüringen von 2014 auf 2019 um knapp 3 Prozent stieg, war der Zuwachs bei den Pflegeberufen teilweise zweistellig.

Berufsbilder modernisiert – Drei Pflegeberufe, eine Ausbildung

„Die Krise zeigt deutlich, wie wichtig Pflegeberufe für unsere Gesellschaft sind. Sie haben Zukunft. Daher wurde die Ausbildung in diesem Jahr angepasst. Nun können junge Menschen den Beruf des Pflegefachmanns oder der Pflegefachfrau erlernen“, erläutert Ströhl. Bisher wurden die Berufe für Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege getrennt ausgebildet. Diese Berufe werden nun zusammengeführt. Das bedeutet, dass in den ersten beiden Jahren eine gemeinsame Ausbildung für alle mit Unterricht und praktischem Anteil erfolgt. Erst im dritten Ausbildungsjahr legen sich die Auszubildenden fest, welchen Schwerpunkt sie wählen. Entweder sie bleiben Allrounder und schließen die Ausbildung als Pflegefachmann/-frau ab oder sie konzentrieren sich auf den Bereich der Alten- oder Kinderpflege. Dann erwerben sie am Ende des dritten Ausbildungsjahres einen Abschluss als Altenpfleger/in bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in.

Die regionalen Zahlen

In der Stadt Erfurt sind 7.845 Menschen sozialversicherungspflichtig in medizinischen Gesundheitsberufen tätig, darunter 3.669 in der Gesundheits- und Krankenpflege. Innerhalb von fünf Jahren war dies ein Anstieg um 31 (!) Prozent. In der Altenpflege stieg die Zahl der Beschäftigten im gleichen Zeitraum um 45 Prozent auf derzeit 2.491 Menschen. Damit sind rund 11 Prozent aller sv-pflichtig Beschäftigten in Gesundheits- und Pflegeberufen aktiv.

In der Stadt Weimar sind 2.168 Menschen sozialversicherungspflichtig in medizinischen Gesundheitsberufen tätig, darunter 828 in der Gesundheits- und Krankenpflege. Innerhalb von fünf Jahren war dies ein Anstieg um 10 Prozent. In der Altenpflege stieg die Zahl der Beschäftigten im gleichen Zeitraum um 8 Prozent auf derzeit 916 Mitarbeiter. Damit sind rund 14 Prozent aller sv-pflichtig Beschäftigten in Gesundheits- und Pflegeberufen aktiv.

Im Landkreis Sömmerda sind 1.237 Menschen sozialversicherungspflichtig in medizinischen Gesundheitsberufen tätig, darunter 614 in der Gesundheits- und Krankenpflege. Innerhalb von fünf Jahren war dies ein Anstieg um 27 (!) Prozent. In der Altenpflege stieg die Zahl der Beschäftigten im gleichen Zeitraum um 29 Prozent auf derzeit 561 Menschen. Damit sind rund 8 Prozent aller sv-pflichtig Beschäftigten in Gesundheits- und Pflegeberufen aktiv.

Im IlmKreis sind 2.082 Menschen sozialversicherungspflichtig in medizinischen Gesundheitsberufen tätig, darunter 895 in der Gesundheits- und Krankenpflege. Innerhalb von fünf Jahren blieb die Beschäftigtenzahl stabil, während in der Altenpflege ein Beschäftigungszuwachs um 19 Prozent zu verzeichnen war. Derzeit arbeiten 782 Menschen in der Altenpflege. Damit sind rund 8 Prozent aller sv-pflichtig Beschäftigten in Gesundheits- und Pflegeberufen aktiv.

Im Weimarer Land sind 3.070 Menschen sozialversicherungspflichtig in medizinischen Gesundheitsberufen tätig, darunter 1.573 in der Gesundheits- und Krankenpflege. In den vergangenen fünf Jahren blieb die Beschäftigtenzahl stabil. In der Altenpflege ist ein Beschäftigungszuwachs um 45 Prozent zu verzeichnen. Derzeit arbeiten 516 Menschen in der Altenpflege. Damit sind rund 15 Prozent aller sv-pflichtig Beschäftigten in Gesundheits- und Pflegeberufen aktiv.

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