29. September 2019
Erfurt

„2. Musikzug“ stellt erneut das touristische Potential der Pfefferminzbahn unter Beweis

PFEFFERMINZBAHN

Am 21.09.19 verkehrte der „2. Musikzug auf der Pfefferminzbahn“ von Erfurt Hbf über Straußfurt, Sömmerda und Buttstädt nach Auerstedt. Dort wurden die 240 Fahrgäste von historisch gekleideten Persönlichkeiten des „Historischen Vereins 1806 Auerstedt e. V.“ empfangen, es waren der „Herzog von Braunschweig“ und sein damaliger Gegner „Marschall Davout“. Die örtlichen Vereine sorgten für einen angenehmen Aufenthalt mit einem Musikprogramm in der Festhalle, hausgemachter Verpflegung, der Möglichkeit zum Museumsbesuch sowie Angeboten für Kinder und Jugendliche. Die Kinder von Auerstedt konnten mit Ihren Eltern und Großeltern an der Zusatzfahrt des Sonderzuges nach Großheringen teilnehmen.

Der „Männerchor Nohra e. V.“ und das Blasmusikorchester „Original Körnbachtaler“ aus Elgersburg sorgten für Musik und gute Stimmung im Zug sowie auf den Stationen. Mehrere bedeutende Persönlichkeiten aus verschiedenen Jahrhunderten begleiteten die Fahrt, konkret „Napoleon“, „Wippertus, der Schutzpatron der Stadt Kölleda“, „Anna die I., Kirschprinzessin von Rastenberg“ und die „Thüringer Erdbeerkönigin“.

Die Organisation des Musikzuges oblag dem „Pfefferminzbahn e. V.“, ermöglicht wurde dieser durch das wiederholte Engagement des Eisenbahnverkehrsunternehmens „Erfurter Bahnservice GmbH“ für die Pfefferminzbahn. Gefahren wurde mit der Lok 232 334 und sechs Städteexpresswagen, darunter ein MITROPA-Speisewagen.

In den vergangenen zwei Sommerhalbjahren sind damit auf der Pfefferminzbahn an neun Tagen zu verschiedenen Anlässen öffentliche Sonderzüge von unterschiedlichen Organisatoren verkehrt. Alle Angebote hatten eine gute bis sehr gute Nachfrage, allen voran die Züge zur Saaleweinmeile am Pfingstsamstag 2019 mit fast 400 Fahrgästen, zumeist mit Hin- und Rückfahrkarten. Damit konnte der praktische Nachweis erbracht werden, dass es ein nennenswertes Potential für Fahrten im Tourismus- und Ausflugsverkehr auf der Pfefferminzbahn gibt. Dieses liegt insbesondere im Abschnitt Buttstädt – Großheringen und dem Anschluss an die Saale-Unstrut-Weinregion.

Auf Grundlage des Nahverkehrsplanes für den Schienenpersonennahverkehr wurden die gesamten Potentiale der Pfefferminzbahn wissenschaftlich untersucht. Die Veröffentlichung der Ergebnisse und Empfehlungen dieser Arbeit wird von unserem „Pfefferminzbahn e. V.“ und von weiteren Akteuren mit Spannung erwartet.

Text: Ralf Kaiser, Pfefferminzbahn e. V.
Text: Petra Pärschke, Juliane Kaiser, Frank Schädel, Tobias Foltin

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