21. April 2021
Erfurt

Bereit für die BUGA: Frühjahrsputz an der Radstation

Foto: Presse und Verbandsentwicklung ADFC Thüringen e.V.

Mit Besen, Kärcher und einer großen Ladung Müllsäcken rückten am Wochenende zehn Freiwillige des ADFC Erfurt e.V. und des Radentscheid Erfurt n.e.V. dem Schmutz zu Leibe, der sich über Monate hinweg in der Radstation am Erfurter Bahnhof angesammelt hatte. Nun kann sie sich wieder sehen lassen, und ein weiteres Stück Erfurter Innenstadt ist bereit für die Ankunft von BUGA-Gästen. Perspektivisch muss hier aber Geld für eine dauerhafte Instandhaltung fließen, und auch einige Umbauten werden wohl nötig sein, damit das Gelände nicht immer wieder zur Dreckecke verkommt.

Ideal für Pendler und andere Radfahrer

Die Idee ist überzeugend: eine Radstation in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof, mit Überdachung und platzsparender Doppelstockbauweise – ideal für Pendler und andere Radfahrer, die ihr Fahrrad gut geschützt und an zentralem Ort unterbringen wollen. Doch wer sein Fahrrad an der Radstation am Erfurter Bahnhof abstellt, braucht Mut: Müll an allen Ecken und Enden, üble Gerüche, kaputte oder fehlende Abstellbügel. Kein Wunder, dass viele Radfahrer ihr Fahrrad lieber an anderer Stelle parken.

Großputz angesagt

Weil sich über Monate nichts tat und weil die BUGA unmittelbar vor der Tür steht, haben nun der ADFC Erfurt e.V. und der Radentscheid Erfurt n.e.V. die Initiative ergriffen und für das vergangene Wochenende zu einem Großputz aufgerufen. Zehn Freiwillige folgten dem Aufruf, stundenlang waren sie in der Radstation zugange, kehrten Split zusammen, sammelten Schnapsflaschen auf, reinigten die gröbsten Verschmutzungen.

Hoffnung das es nicht mehr so weit kommt

„Es war eine gute Aktion, die sich gelohnt hat“, resümiert Thomas Engel, einer der Initiatoren. Zugleich hofft er, dass es soweit nicht wieder kommen muss. „Die Radstation muss regelmäßig gereinigt und gewartet werden – das ist die Stadt ihren Radfahrern, aber auch ihren Gästen, die am Bahnhof ankommen und hier ihre ersten Eindrücke von Erfurt sammeln, schuldig.“

Hochbeeten, Baumnachpflanzungen, Dachbegrünung

Um die konkrete Umsetzung zu klären, werden die Aktiven nun erneut das Gespräch mit der Stadt suchen. Letztlich geht es um ein tragfähiges Konzept, das dem ganzen Bereich zwischen Bahndamm und Polizeigebäude zu mehr Ansehnlichkeit verhilft. Die Ideen reichen von Hochbeeten, Baumnachpflanzungen, Fassaden- und Dachbegrünung über die Vermietung des Radhaus-Erdgeschosses an eine Fahrradwerkstatt, Videoüberwachung und Trockenpissoirs bis hin zu einer architektonischen Umgestaltung, durch die die Einsehbarkeit erhöht wird. „ADFC und Radentscheid haben mit ihrer Aktion am Wochenende einen Anfang gemacht. Nun folgen hoffentlich Gespräche mit der Stadt und konkrete Maßnahmen für eine höhere Attraktivität dieser vernachlässigten und dabei doch so zentralen Erfurter Ecke“, wünscht sich Thomas Engel.

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