29. Februar 2020
Erfurt

Das digitale Serviceheft für das Smartphone

Serie: Apps Made in Thüringen

Alle Daten auf einen Blick mit der myAkustiker-App. Foto: Hearoo GmbH

Gemeinsam mit der Thüringer Agentur für die Kreativwirtschaft stellen wir Apps aus Thüringen vor. Heute: die myAkustiker-App.

Die Akustiker-Branche hat in Thüringen als Handwerksbranche eine lange Tradition. Doch in unserer modernen Zeit müssen sich auch diese traditionellen Branchen den Neuerungen der Digitalisierung ­anschließen. Denn: Die Organisation unseres Alltags übernimmt mittlerweile mehr und mehr das Smartphone.

Ohne Papier

Viele Hörgeräte-Filialen kommunizieren Kunden­termine, individuelle Ange­bote, Neuigkeiten und Hörtestergebnisse bisher „offline“ mithilfe von Serviceheften, Werbepost und Briefverkehr. Das kostet nicht nur viel Zeit, sondern hat auch die ­unnötige Ansammlung von Papier zur Folge. Jeder möchte heute Zeit und Ressourcen sparen und Termine sowie persönliche medizinische Daten jederzeit und überall einsehen können.

Diese Herausforderung will das Thüringer Unternehmen Hörgeräte Möckel zusammen mit den kreativen Unternehmen CrowdArchitects aus ­Erfurt und Parallax3D aus Schmalkalden mit der ­myAkustiker-App lösen. Mit dieser ist es Hörgeräte-Besitzern nun möglich, als ­bestehender Kunde eine ­direkte Verbindung zum Hörakustiker herzustellen.

Termine in der App buchen

Als ­digitales Serviceheft für das Smartphone behält man als Kunde so ganz einfach alle Termine im Blick und kann diese direkt in der App ­buchen. Zudem hat man ­jederzeit und überall Zugriff auf die Daten zum eigenen Hörgerät wie Batteriegröße, Garantie, Kaufdatum, dem eigenen Audiogramm und ­zukünftigen sowie vergangenen Service-Terminen. Auch erhält man per Push-Nachricht aktuelle Informationen zu Hörgeräte-Neuheiten und individuellen Angeboten aus der gewünschten Hörgeräte-Filiale. Ein Anruf zum persönlichen Ansprechpartner ist auch nur einen Klick entfernt.

Die drei Thüringer Firmen arbeiteten eng zusammen und entwickelten aus der anfäng­lichen Vision gemeinsam eine fertige Lösung. Das Ergebnis der kreativen Zusammenarbeit ist also made in Thüringen: „Wir haben mit den Spezialisten von CrowdArchitects und Parallax3D starke Partner gefunden, die hohe Qualität bei der Umsetzung der App geliefert haben”, erklärt ­Geschäftsführer von Hör­geräte Möckel.

Die Crowd­Architects setzten das sogenannte Backend der App und die Schnittstelle zwischen der Verwaltungssoftware und der App um. Das junge Startup aus Erfurt entwickelt seit 2014 digitale ­Lösungen im Bereich Web-Software.

„Future Hearing Award“

Das Team von Parallax3D gestaltete hingegen das sogenannte Frontend der App und optimierte die Benutzerfreundlichkeit. Die kreative Firma aus Schmalkalden hat sich auf App-Entwicklung und innovative Lösungen spezialisiert. Geschäftsführer ­Peter Möckel und Timmy Hack, Marketing-Manager von Hörgeräte Möckel, lieferten wiederum wertvolles Hintergrundwissen aus der Branche. Das 1991 gegründete ­Familienunternehmen zählt mittlerweile über 60 Mitarbeiter in zahlreichen Filialen in Süd-, West-, Ostthüringen und Oberfranken. Aus dem bestehenden Geschäftsbetrieb heraus gründete der Unternehmer Möckel das Technologie-Startup Hearoo, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Hörakustik-Branche in den digitalen Wandel mit der ­myAkustiker-App zu begleiten. Das Unternehmen wurde für die App bereits mit dem ­„Future Hearing Award“ ­ausgezeichnet.

 

Hintergrund:

Das Ziel der Thüringer Agentur für die Kreativwirtschaft (THAK) ist es, mit ihren ­Qualifizierungs- und Vernetzungsangeboten die Kreativität im Freistaat sichtbar und wirtschaftlich nutzbar zu ­machen. Dafür aktiviert und begleitet die THAK Netzwerkinitiativen, lädt zum Erfahrungsaustausch ein und schafft Anlässe für Begegnungen zwischen Kreativschaffenden mit Lösungskompetenzen für unternehmerische Herausforderungen und potenziellen Kunden.
Sie ist selbstständiger Partner im Thüringer Zentrum für Existenzgründungen und Unternehmertum (ThEx) und wird gefördert aus Mitteln des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft und der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds ESF).

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