2. November 2018
Erfurt

Der 9. November – ein Schicksalstag

Worte zum Sonntag

Er ist ein besonderer Tag, der 9. November. 1918 endete der Erste Weltkrieg. Am 9. November dankt der Kaiser ab. Vor 80 Jahren brennt sich wieder ein 9. November in die Erinnerung ein. Synagogen brennen. Juden werden verhaftet, geschlagen, ermordet. Das harmlose Wort „Kristallnacht“ macht die Runde.
Juden und Christen glauben an einen Gott, der sich in der Geschichte zeigt.

 Jeder neue Tag wirkt neue Geschichten und wird alt vor unseren Augen. Mit diesen Geschichten ereignet sich Geschichte. Aus dem Alltäglichen und scheinbar Zufälligen lassen sich Linien und Fäden gewinnen. Diese Fäden aber hält Gott in der Hand. Spannend ist die Frage: Wie offen ist die Geschichte der Welt, die Geschichte unseres Volkes und die Geschichte meines Lebens, wenn darin Gott regiert?

 „Ich bin der Erste und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott. Und wer ist mir gleich? Er rufe und verkünde es und tue es mir dar! Wer hat vorzeiten kundgetan das Künftige? Sie sollen uns verkündigen, was kommen wird!“ (Jesaja 44,7)
 Es ist immer schwierig, Gott in die Geschichte der Menschen hineinzuziehen. Menschen sind nicht Marionetten. Der Glaube an Gott bekennt sich zur Verantwortung des Menschen für sein Tun und betont zugleich, nichts geschehe ohne Gottes Willen.

 Und schließlich bleibt der Blick auf das Wunder vom 9. November 1989. Die Mauer fällt ohne Kampf und Krieg.

Gesegnete Zeit

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