Einmal wieder Kind sein - meinanzeiger.de
2. Oktober 2017
Erfurt

Einmal wieder Kind sein

Kinderbilder von früher nachstellen

Pittiplatsch ist in die Jahre gekommen… Oder sagen wir besser: ein wenig reifer ist er geworden, der Liebe. 30, 40, 50 Jahre später allerdings macht er immer noch eine gute Figur. Er hat also kein Problem damit, erneut für ein Foto zu posieren.

Geht es den vier AA-­Redakteuren genauso, die sich mit ihm und ihren Utensilien auf eine Zeitreise ­begaben? Zuvor hatten sie alte Fotoalben gewälzt und sich bestens amüsiert über ihre Fotos von früher. Mal sind die Aufnahmen schräg oder komisch, manchmal gar ein bisschen verstörend und doch allesamt rührend. Vier Bilder von damals haben sie herausgesucht, um sie alle noch einmal nachzustellen. Sehen Sie, was dabei heraus­gekommen ist. Und liebe Leser, machen Sie es nach. Wir freuen uns schon auf Ihre Aufnahmen und werden sie gern veröffent­lichen. Senden Sie diese und das Original­bild per E-Mail an themen@allgemeiner-­anzeiger.de oder laden Sie die Fotos hier auf unserer Mitmachseite hoch. Viel Vergnügen!


Und das seht Ihr auf den Bildern:



Juchhu, endlich Schulkind! ­Obwohl man niemals auslernt, ist dies schon eine Weile her. Vor 54 Jahren hatte AA-Redakteur Thomas Gräser noch ganz schön an der süßen Last zu tragen, sodass es sogar die Hose auf Hochwasserniveau hob. Eine seiner drei Zuckertüten, die er damals mit Freude auspackte, überlebte die Jahrzehnte und wurde noch einmal gefüllt. Das Foto entstand am Originalschauplatz – vor der alten Schule in Bechstedt-Wagd.


Wie die Zeit vergeht – zwischen dem süßen Fratz und der „weißen“ Frau liegen 46 Jahre. Der Vater von Redakteurin Jana Scheiding liebte es, seine Tochter auf dem Töpfchen oder mit Luftballons zu foto­grafieren. Wobei sie unserer werten Leserschaft die Töpfchenvariante ersparen will. Luftballons spielen in ihrem Leben heute nur noch zu Partyzwecken eine Rolle. Aber bitte weit weg – die 49 Jahre alten Ohren könnten Schaden nehmen, wenn solch ein Teil platzt.


Ach du meine Nase, wundert sich Pitti­platsch. Wo sind nur meine Haare hin? 51  Jahre sind zwischen den beiden Fotos vergangen. In denen hat der kleine braune Kobold seinen Punkerwuschel irgendwie eingebüßt. Im Gegensatz zu Sandmännchen und Puppe Nelly – die nicht mehr im Original existieren – hat sich Pitti aber super gehalten. Redakteurin ­Sibylle Klepzig mag den Frechdachs noch immer sehr – wie schon als Vierjährige. Das Foto entstand an gleicher Stelle vorm Elternhaus – nur diesmal knieend.


„Schneller, ­schneller“, soll Klein-Helke im zarten Alter von anderthalb Jahren ihre Mutter jedes Mal angefeuert haben, wenn sie auf deren geliebtem Motor­roller „Berlin“ mitgefahren ist. Natürlich ordnungs­gemäß im Kindersitz. Dem Kinder­sitz ist Redakteurin Helke Floeckner inzwischen entwachsen, dafür sind die Haare seit damals etwas länger geworden. Und das mit dem „Schneller“-Rufen hat sich wohl auch gegeben.

Auch interessant