26. August 2018
Erfurt

Erfolgreicher „Finne-Unstrut-Xpress“ von Laucha nach Kölleda

Pfefferminzbahn

Am vergangenen Samstag, dem 25. August 2018, hat der Finnebahnverein zur Fahrt mit dem „Finne-Unstrut-Xpress“ von Laucha nach Kölleda und zurück eingeladen. Damit war es das erste Mal seit über 70 Jahren wieder möglich mit der Eisenbahn von Laucha nach Kölleda zu fahren, ohne Umsteigen zu müssen. Die Strecke der Finnebahn verband einst die Unstrutbahn mit der Pfefferminzbahn, die Gleise zwischen Kölleda und Lossa wurden 1947 demontiert.

Mit dieser Fahrt wollte der Finnebahnverein auf die derzeitige Situation aufmerksam machen. Seit dem 10. Dezember 2017 gibt es auf der Pfefferminzbahn zwischen Buttstädt und Großheringen keinen regelmäßigen Personenverkehr mehr, der Finnebahn droht die Entwidmung und damit der Abriss der verbliebenen Gleisanlagen. Nebenbahnen, und damit auch ein Stück Heimat, werden unwiederbringlich zerstört.

Zum Einsatz kam ein historischer Triebwagen der Erfurter Bahnservice GmbH mit dem Spitznamen „Ferkeltaxe“. In Kölleda wurden die Fahrgäste des fast ausverkauften Zuges von St. Wippertus, dem Schutzpatron der Stadt, empfangen. Auf der Rückfahrt fand ein Besuch bei den Eisenbahnfreunden im ehemaligen Bahnbetriebswerk Großheringen statt. In der gut gepflegten Anlage gab es Einblicke in die Welt der großen Eisenbahnen und der Gartenbahn, außerdem hausgemachte Verpflegung.

Die nächsten Sonderfahrten auf der Pfefferminzbahn finden am Samstag, dem 15. September 2018, statt. Organisiert vom Pfefferminzbahnverein verkehrt der Städteexpress der Erfurter Bahnservice GmbH zwischen Sömmerda und Naumburg zum Straßenbahnfest und zur Kulturnacht. Die Sonderzüge können natürlich auch für andere Fahrten genutzt werden, am Nachmittag sind auch Hin- und Rückfahrten auf der Pfefferminzbahn möglich! Konkrete Informationen dazu gibt es auf dem Plakat, per E-Mail unter pfefferminzbahn@web.de sowie unter der Handynummer 0162-2703957.

Ralf Kaiser, Pfefferminzbahn e. V.

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