28. September 2017
Erfurt

Erntesegen – Dank für gefüllten Tisch

Worte zum Sonntag

Die Jahre sind nicht alle gleich. Später Frost für die Kirschblüten. Zu trockenes Frühjahr für die Kartoffeln. Unwetter verhageln die Weizenfelder. Nässe legt sich mit Pilzbefall auf die Trauben.

Im Kalender steht der Sonntag „Erntedank“. Er erinnert uns daran, dass unsere Lebensmittel auf Feldern und Bäumen wachsen. Gott ist es, der Brot aus der Erde hervorbringt. Wir müssen uns nicht vor Hungersnöten fürchten. Aber manche reiben sich die Augen, wenn sie sehen, wie in den letzten Wochen Butter und Blumenkohl teurer wurden. Und überhaupt:

Seit in Massen Mais verfeuert wird, aus Weizen in großem Stil Bio-Benzin statt Brot gemacht wird, steigen die Preise. Der Markt für alles, was wir essen, ist ein kompliziertes Gefüge, Wind und Wetter sind es nach wie vor auch. Ein Beter in der Bibel bekennt:

„Es warten alle auf dich, dass du ihnen Speise gebest zur rechten Zeit. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt. Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; nimmst du weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder Staub.“ (Psalm 104,27-29).

An Gottes Segen ist alles gelegen. Prächtig mit Früchten und Blumen bedeckte Altäre, Gebete und Gottesdienste sind Zeichen unserer Ehrfurcht vor dem Schöpfer. Mit dem Danken für den gefüllten Tisch kommen die Gedanken an jene, die weniger haben.

Gesegnete Zeit
Egmond Prill

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