Fenster zur dritten Dimension - meinanzeiger.de
23. März 2020
Erfurt

Fenster zur dritten Dimension

Serie: Apps Made in Thüringen

Mit der rooom-App lassen sich Möbel, Kunstobjekte oder andere Gegenstände direkt in die ­umliegende reale Umgebung projizieren. Foto: rooom AG

Gemeinsam mit der Thüringer Agentur für die Kreativwirtschaft stellen wir Apps aus Thüringen vor. Heute: die rooom-App.

Das Team der rooom AG hat eine Komplett­lösung für 3D, virtuelle und erweiterte Realität ent­wickelt, die 3D-Inhalte einfach ohne spezielle Technik der breiten Öffentlichkeit ­zugänglich macht. Dabei werden Nutzer von der Erstellung über die Bearbeitung bis hin zur Veröffentlichung begleitet. Durch die rooom-App des Jenaer Unternehmens werden Räume, Objekte und Produkte für Kunden überall und jederzeit betret- und ­erlebbar – ­ohne, dass kom­plexe Programme oder Fachkenntnisse nötig sind.

Möbel mit einem Klick

Mit der rooom-App kann ­jeder sein eigenes Fenster zur dritten Dimension öffnen. Mit einem Klick lassen sich beispielsweise Möbel, Kunstobjekte oder andere Gegenstände direkt in die ­umliegende reale Umgebung projizieren, sodass Wirklichkeit und Projektion mitein­ander verschmelzen. Das hilft beim Planen von Möbelkäufen, Wandbildern und Co. Außerdem können virtuelle Räume und Ausstellungen in Virtual Reality (virtueller Realität) besichtigt werden. Wer sich zusätzlich auf der rooom-Plattform anmeldet, kann spielerisch und intuitiv eigene 3D-Welten erstellen und auf Wunsch auch eigene drei­dimensionale Objekte hoch­laden.

Vorstandsvorsitzender und Gründer der rooom AG, Hans Elstner, beginnt 2012 mit der Konzeption für eine 3D-Plattform, die für jedermann zugänglich sein soll. Nach fünfjähriger Entwicklungszeit mit einem achtköpfigen Team stellt der Gründer rooom der Öffentlichkeit 2018 auf der IT-Leistungsschau in Thüringen vor. Mittlerweile hat die Plattform für 3D-Applikation, mit der man einfach und kostenlos eigene 3D-Objekte und VR-Welten erstellen und erleben kann, über 25 000 Nutzer weltweit und zählt namhafte Kunden wie Schott, Thomann oder auch Otto Waalkes zu seinen Kunden.

Saurierpfad in Jena

Die rooom AG setzt Projekte für die Bereiche Online-Shopping, Immobilien und Kultur um. Somit ragt das rooom-Konzept in verschiedene ­Bereiche hinein: Auch die Tourismus-Branche wurde ­bereits auf die IT-Dienstleister aufmerksam. Auf dem Saurierpfad in Jena kann man mit der Technologie von rooom die Entdeckungstour in der Natur mit der virtuellen Welt verknüpfen: An zahlreichen 3D-Stationen bekommen die Besucher Informationen rund um die prähistorische ­Geschichte Jenas, dank Augmented Reality (erweiterter Realität) mit dem Gefühl „tatsächlich dort zu sein”.

Auch für das Optische ­Museum in Jena haben die 3D-Spezialisten ein Projekt umgesetzt: Hier werden vor allem wissenschaftliche ­Objekte und ­Räume auf der ganzen Welt digital und „zum Greifen ­nahe” zur Verfügung gestellt „Für Forschende und Besucher kann die Zugänglichkeit zu den Objekten nicht rund um die Uhr ­gewährt werden. Oft sind auch Objekte schwer beschädigt und somit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich – unsere Technologie kann hier die zeitlichen und räumlichen Grenzen auf­heben”, erläutert Hans Elstner.

Weitere Visionen

Der CEO des Jungunternehmens will noch weitere Visionen umsetzen: „Wir ­haben noch viele Ideen und sind noch längst nicht am ­Ende. Was mein Team jetzt schon ­umsetzen konnte, macht mich sehr stolz. Wir sind ­offen und freuen uns auf das, was kommt.”

Mehr Infos hier:
rooom.com

 

Hintergrund:

Das Ziel der Thüringer Agentur für die Kreativwirtschaft (THAK) ist es, mit ihren ­Qualifizierungs- und Vernetzungsangeboten die Kreativität im Freistaat sichtbar und wirtschaftlich nutzbar zu ­machen. Dafür aktiviert und begleitet die THAK Netzwerkinitiativen, lädt zum Erfahrungsaustausch ein und schafft Anlässe für Begegnungen zwischen Kreativschaffenden mit Lösungskompetenzen für unternehmerische Herausforderungen und potenziellen Kunden.

Sie ist selbstständiger Partner im Thüringer Zentrum für Existenzgründungen und Unternehmertum (ThEx) und wird gefördert aus Mitteln des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft und der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds ESF).

Gemeinsam mit der Thüringer Agentur für die Kreativwirtschaft stellen wir Apps aus Thüringen vor.

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