6. Juli 2021
Erfurt

Jeanne d’Arc erobert die Domstufen

Eglė ­Šidlauskaitė singt zur Premiere

Vorfreude auf die Premiere: Die aus Litauen stammende Mezzosopranistin Eglė ­Šidlauskaitė ist eine der drei ­alternierenden Darstellerinnen der Jeanne d'Arc. Sie wird den Part zur Premiere am 9. Juli singen.  Foto: Floeckner

„Die Jungfrau von Orleans“ erobert die DomStufen-Festspiele – und Darstellerin Eglė ­Šidlauskaitė freut sich sehr auf ihre Rolle.

Eine der größten Frauenfiguren der Geschichte zieht in den Kampf – und erobert zugleich die wohl schönste Open-Air-Bühne Mitteldeutschlands: Tschaikowskis Oper „Die Jungfrau von Orleans“ steht im Mittelpunkt der diesjährigen DomStufen-Festspiele, die kurz vor ihrer lang­ersehnten Premiere stehen.
„Oh, das ist ja riesig, wirklich sehr beeindruckend“, staunt Eglė Šidlauskaitė, als sie nach den Proben der vergangenen Wochen im Erfurter Theater zum ersten Mal die Domstufenbühne in ganzer Pracht und Größe sieht. Die aus Litauen stammende, heute in Wien lebende ­Mezzosopranistin ist eine der drei, alternierend spielenden, Darstellerinnen der ­Titelheldin. Sie wird den Part der Jeanne d’Arc in der Premiere singen, wie sie jetzt ­erfahren hat. „Das ist eine ­große Ehre für mich“, sagt sie überglücklich und freut sich über das Vertrauen in sie und ihr Können.

Das erste Mal

Die Jeanne d’Arc habe sie bislang noch nie gesungen, erzählt Eglė Šidlauskaitė weiter und ist überzeugt: „Es ist eine sehr schöne Rolle. Du kannst dich da wunderbar einbringen, kannst ganz ­dramatisch sein oder auch verrückt.“ Das komme ihr sehr entgegen, „ich bin auch gern verrückt“, gesteht sie mit ihrem strahlenden, herzerwärmenden Lachen. Schon zu Hause in Wien ­habe sie sich monatelang auf ihre Rolle vorbereitet. Die Coronazeit ohne Engagements habe ihr dazu die Möglichkeit gegeben. Davor, dass die ungewöhn­liche, ­stufige Bühne ihr außer der künstlerischen Herausforderung einiges an Kondition abverlangt, ist ­Šidlauskaitė nicht ­bange. „Es ist auch so schon eine sehr aktive Rolle, bei der man viel singen muss, mal hoch und dann wieder ganz tief“, weiß sie. „Nun muss ich auch noch viel laufen, aber das klappt schon mit dem Bewegen, Singen und Atmen“, zeigt sie sich zuversichtlich.

In diesen Tagen bestimmen einzig die Proben und die Vorbereitungen auf die Premiere den Tagesablauf der Opernsängerin. Auch muss sie mit der stündlich wachsenden Aufregung kämpfen. Doch bald, so verspricht sie es, wird sie sich die Zeit nehmen, die Stadt für sich zu entdecken, eine sehr schöne, wie sie schon ein wenig ­sehen konnte. Doch vorher zieht sie in den Kampf.

 

Premiere & Termine

Premiere ist am 9. Juli um 20.30 Uhr, weitere 19 Aufführungen folgen bis zum 1. August.

Werkeinführung ist am 9. Juli um 17.30 Uhr auf dem Domplatz.­

„Domino“ – die DomStufen­Festspiele für Kinder – zeigen vom 17. bis 31. Juli das Stück „Jim Knopf und Lukas der ­Lokomotivführer“.

Weitere Infos: www.domstufen-festspiele.de


            
            

            
        

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