31. Januar 2017
Erfurt

Kabinenpredigt: Rot-Weiß Erfurt empfängt den FSV Frankfurt

+ Probleme im Spiel nach vorn + Mit Frankfurt kommt ein Gegner, der jetzt schon Elf Tore mehr geschossen hat +



Arand: Das Erwartete ist eingetreten. Eine Niederlage in Halle bei einer der heimstärksten Mannschaften. Nicht unverdient am Ende. Es wird jetzt wieder richtig eng, mit Blick nach unten! Nur noch ein Punkt nur Vorsprung auf die Abstiegsplätze! Nur 16 Saisontore bisher erzielt, das ist ein ganz schlechter Wert. Genau genommen der zweitschlechteste der ganzen Liga. Nur Schlusslicht Mainz-Reserve hat weniger geschossen.

Heyder: Das kann ich bestätigen, nicht nur was die Statistik angeht. Im Testspiel gegen den Berliner AK hat sich die Truppe recht gut geschlagen, allerdings ist man nicht in der Lage, dann auch Konsequent das Tor zu machen und verlässt sich ausschließlich auf Kammlott. Anders als Du denke ich, dass es tatsächlich daran liegt, dass alle Last seinen Schultern liegt. Trifft er nicht, macht es kein anderer.

Arand: Ich bin kein Freund davon, der Abwehr oder dem Sturm die Schuld geben, dass es nicht klappt mit einem Erfolg. Die Probleme sehe ich im Spiel nach vorn. Ideen im Mittelfeld werden zu wenige kreiert. Mal einen riskanten Pass in die Spitze zu spielen, dass fehlt einfach. Damit bekommt der Sturm keine Chancen und taucht sprichwörtlich ab. Neue Spieler sind allgemein nicht in Sicht. Es fehlt schlicht das Geld dazu. Schön, wenigstens für den Moment, dass Kapitän Kammlott letzte Woche seinen Vertrag verlängert hat. Gilt der auch für die Regionalliga? Spaß beiseite. Wir lassen uns doch nicht die Laune verderben. Hoffe Rot-Weiß ebenfalls nicht.

Heyder: Trainer Krämer muss jetzt alles aus der Mannschaft rauskitzeln, gegen den kommenden Gegner. Ein Torjägerzugang wäre nötig gewesen aus meiner Sicht. Wichtig ist, Standards zu nutzen, aus der Entfernung zu schießen. Dieses Ball-ins-Tor-tragen steht derzeit für eine Tordifferenz von Minus 10 Toren.

Arand: Mit dem FSV Frankfurt kommt ein Zweitliga-Absteiger. So richtig wohl in der Liga fühlen sich die Hessen nicht. Das Thema Wiederaufstieg ist abgehakt. Der Ex-Erfurter Smail Morabit wechselte Anfang Januar zum FSV. Letzte Woche nullten sich die Frankfurter ein Remis gegen Kiel zurecht. Sie wollen natürlich gegen RWE die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel egalisieren. Immerhin gehören die Hessen mit 9 Punkten zu den besseren Auswärtsmannschaften.

Heyder: Ihr Mittelfeldspieler Bahn fehlt mit einer Gelbsperre. Sie haben fünf Zähler mehr in der Tabelle und wissen, dass Erfurt gewinnen muss. Ihre Tordifferenz liegt bei Plus Zehn Toren, elf Treffer schon mehr als RWE.

Arand: Nach der Pyroshow gegen Chemnitz muss der Stehplatzbereich R und S zwei Heimspiele leer bleiben. Eine Auflage des DFBs war der Teilausschluss. Es trudeln sicherlich damit nur 4500 Zuschauer in die Arena. Mehr kommen erst wieder bei sportlichem Erfolg. Bisher gab es nur drei Heimsiege in der gesamten Saison. Vocaj mit neun und Kammlott mit vier gelben Karten müssen jeweils aufpassen. Kommen wir zum Tipp: 1:1 geht die Partie aus.

Heyder: Ich denke, Erfurt schafft einen 1:0-Erfolg. Denn sie wissen, dass sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Die Abstiegsplätze drohen, der Abstieg wäre die größtmögliche Katastrophe, das würde den gesamten Fußball in Erfurt gefährden.

Der Gegner:
FSV Frankfurt 1899 Fußball GmbH
Vereinsfarben: schwarz-blau
Trainer: Roland Vrabec
Tabellenplatz: 12
Top-Torschützen: F. Schleusener, Y. Starck, M. Ornatelli.
Homepage: www.fsv-frankfurt.de


Hier die Pressekonferenz des Gegners

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