7. Februar 2017
Erfurt

Kabinenpredigt: Rot-Weiß Erfurt muss nach Aalen.

+ Zeit für Unentschieden + Erfurt muss nach Aalen – Chancen sind gegeben +

Arand: RWE holt den ersten Sieg im neuen Jahr: 1:0 gegen den FSV Frankfurt. Glückwunsch! Spielt Jens Möckel mit, klappt das irgendwie immer. Er hält den Laden zusammen und spielt in gewissen Situationen den „Motzki“ – im positiven Sinn. Bravo.

Heyder:
Sportlich gesehen ein schöner Fußballnachmittag mit drei Punkten für Erfurt, die Ausschreitungen am Ende sind natürlich komplett nervig. Was auch immer dort im Gäste-Fanblock des FSV passierte und woher die Störer kamen, es schadet immer allen Vereinen. Aber zurück zum nächsten Spiel, mehr Aufmerksamkeit dafür. Erfurt muss mal wieder verreisen, wohin denn genau?

Arand: Nach Aalen. Fast immer, bis auf die Partie in Großaspach, hat RWE nach einer Führung nicht mehr verloren in der aktuellen Spielzeit. Ein weiterer Erfolg würde der geschundenen Seele gut tun und das Polster auf einen Abstiegsplatz weiter vergrößern. Klappt das Freitag in Aalen zum Duell unter Flutlicht?

Heyder: Die Truppe aus Aalen spielt eine sehr solide Saison. 30 Punkte, 25 Tore und 20 kassiert. Das in allen Belangen zwar nur ein mittlerer Wert, aber eben auch kein Grund zur Panik, was den Abstieg angeht. Auswärts ist Aalen sogar noch etwas besser als zu Hause, deswegen hat Erfurt durchaus eine Chance, in deren Stadion. Die Doppelspitze tat dem Spiel am Samstag gut. Uzan hat gerackert, Bergmann und Tyrala machten viel Druck aus der Mitte, vor allem durch ihren Kampfgeist und Ballbehauptung.

Arand: Gegen den VfR entwickelten sich ja immer spannende, knappe Duelle, die häufig Remis enden. Im Hinspiel trennten sich beide Teams 0:0 in Erfurt. Vergangene Saison erspielte sich Rot-Weiß ein verdientes 2:2 im Osten Baden-Württembergs. In der Trainerfrage setzen die Aalener auf Konstanz. Der zum Saisonende auslaufende Vertrag mit dem 59-jährigen Cheftrainer Peter Vollmann wurde bis Juni 2018 verlängert. Seit Sommer 2015, nach dem Abstieg aus der 2. Liga, ist er an Bord. Sein Co-Trainer Jan Kilian verlängerte bis zum gleichen Zeitraum. Das zahlt die Mannschaft mit Moral zurück. Wie vergangenes Wochenende in Kiel, nach 0:2-Rückstand haben sie noch ein 2:2-Unentschieden geholt.

Heyder:Ja darauf muss man sich einstellen. Aber mit dem Willen, den Rot-Weiß am Samstag gezeigt hat, könnte es gehen. Der Trainer braucht noch sechs Siege und ein Unentschieden, um die Klasse zu halten. Und wenn es geht, den Thüringenpokal, dann wird noch ein schönes Fußballjahr draus.

Arand: Wer die vorherigen Zeilen und die Statistik richtig gedeutet hat, weiß sicherlich, auf was mein Ergebnistipp hinausläuft. Ich lege mich auf einen 1:1-Endstand fest.

Heyder: Klingt gut, ein Unentschieden zum Klassenerhalt fehlt ja noch. Ich tippe ebenfalls ein 1:1.

Der Gegner:
Verein für Rasenspiele 1921 e.V. Aalen
Vereinsfarben: schwarz-weiß
Trainer: Peter Vollmann
Tabellenplatz: 10
Top-Torschützen: M. Morys, M. Ojala, G. Wegkamp
Homepage: www.vfr-aalen.de

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