24. Oktober 2016
Erfurt

Kabinenpredigt RWE: Wehen und Kiel

+ Optimismus nicht verlieren + Erfurt weiter im hinteren Drittel der Tabelle – zwei schwere Aufgaben warten +


Arand: Vorteile gab es in Halbzeit eins, als Erfurt gegen die Bubis aus Bremen spielte. Leider ohne Torerfolg. Das wurde in der zweiten Halbzeit mit einen Gegentreffer bitter bestraft. Da brachte auch die Schlussoffensive nichts mehr. Es fehlt mal wieder die Konstanz in der Mannschaft. Gerade gegen die Kleinen tat und tut sich Rot-Weiß schon immer schwer. Platz 16 ist nicht gerade der Burner aus Erfurter Sicht. Und jetzt kommen zwei schwere Kaliber!

Heyder: Ja, die Punkte in Bremen musst Du eigentlich mitnehmen. Was will man mehr, als einen Gegner aus der Abstiegszone zu bespielen, fragt man sich als Unbeteiligter. Aber Erfurt schafft es immer wieder, über Spieler-Generationen hinweg, gegen vermeintlich „leichte“ Gegner“ die Punkte liegen zu lassen. Bis zum 16er sah das alles schick aus, und dann … Jetzt warten als nächstes Kiel und Wehen Wiesbaden.

Arand: Die Hessen sind wie jede Saison schwer zu bespielen. Jedes Jahr zählen sie, nicht allein wegen ihrer Finanzkraft, zu den Favoriten für einen Aufstieg. So wird auch in dieser Saison ein neuer Anlauf unternommen. Und das soll mit Trainer Torsten Fröhling gelingen. Seit Mitte März schwingt er das Zepter. Vorher war der ostdeutsche Trainer, der nach der DDR-Grenzöffnung in den Westen ging, bei Zweitligist 1860 München Trainer und schaffte mit den Löwen in den Relegationsspielen gegen Kiel den Klassenerhalt. Trotzdem wurde er im Herbst des gleichen Jahres beurlaubt. Eigenartige Dankbarkeit. Mehr als drei Jahre ist der letzte Heimsieg her. Letzte Saison trennten sich beide Teams unterhalb des Steigerwalds torlos 0:0. Rechtsverteidiger Kovac fehlt Gelb-Rot-gesperrt.

Heyder: Gegen Wehen gilt es ein Rezept zu finden, wie man nach dem „Vortragen“ der Bälle die Dinge auch in Richtung Tor buxiert. Klar, die Anweisung ist vermutlich, den Ball solange quer zu spielen, bis sicher abgeschlossen werden kann. Aber zu was das auf Dauer führt, hat man in Bremen gesehen. Und wer kommt danach?

Arand: Einen schlechten Saisonstart legten die „Störche“ aus Kiel hin. In der Folge musste als Konsequenz Trainer Karsten Neitzel seinen Trainerstuhl räumen. Tja, der Coach ist dann eben immer das schwächste Glied in der Kette.

Heyder: Spieler zu beurlauben ist ja auch irgendwie schwerer. Seit dem 29. August regiert Markus Anfang als Trainer der Kieler. Unter ihm stabilisierte sich die Truppe und klopft an die Spitzenplätze an. Wie immer ist es für RWE die zweitlängste Auswärtsfahrt in der Saison. Kiel muss sich knapp mit sieben Kilometern den Rostockern geschlagen geben, was aber nur an der Autobahnroute liegt, denn Kiel liegt etwas weiter im Norden. In der vergangenen Spielzeit gewannen die Thüringer dort mit 3:0.

Arand: Beide gehören zu den Top-Teams der Liga, die eine Etage höher wollen. Die Devise von Rot-Weiß sollte es sein, nur nicht zu verlieren. Gegen beide Mannschaften klappt das nicht. Daher ein 1:1 gegen Wehen Wiesbaden und eine Woche später an der Küste bei den Störchen setzt es eine knappe 1:2-Niederlage.

Heyder: Irgendwie muss ich zwar realistisch bleiben, möchte aber auch den Optimismus nicht verlieren. Im Grunde würde ich Dir zustimmen, denke aber immer positiv. Also, Erfurt gewinnt zu Hause gegen Wehen Wiesbaden mit 1:0. Gegen die Kieler Störche verliert Erfurt mit 1:3.

Der Gegner: SV Wehen 1926 Wiesbaden
Vereinsfarben: schwarz-rot
Trainer: Torsten Fröhling
Homepage: www.svwehen-wiesbaden.de

Der Gegner: Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e.V.
Vereinsfarben: blau-weiß-rot
Trainer: Markus Anfang
Homepage: www.holstein-kiel.de

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