27. Januar 2017
Erfurt

(Keine) Fakten zum Einschlafen

Hilft ein Nickerchen in der Mittagspause? Schläft man besser zu zweit oder alleine? Warum schlafen Babys so tief? Und warum sollten sich Männer über Nacht mal eine Briefmarke auf den Penis kleben? Diese und viel mehr Fragen beantwortet Dr. med. Bernd Georg Trümper vom Erfurter Zentrum für Atmung und Schlaf quasi wie im Schlaf.




Es ist jetzt 13 Uhr. Sollten wir die Zeit nicht besser für ein Mittagsschläfchen nutzen?
Powernapping ist in der Tat hilfreich. 20 bis 30 Minuten Minuten kurz wegzunicken und damit wieder neue Kraft zu schöpfen, ist ein probates Mittel, um über das Mittagstief hinwegzukommen. Dabei sollte man allerdings darauf achten, dass das Zimmer etwas abzudunkeln.


Wie ausgeschlafen sind wir Thüringer denn? Bekommen wir genügend Schlaf?
In Deutschland, überhaupt in den Industrieländern, wird zu wenig geschlafen. Das liegt zum Großteil an den Medien. Die Leute gehen zu spät ins Bett, müssen aber früh wieder aufstehen und versuchen, den Schlaf am Wochenende nachzuholen. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen Jugendlichen, Erwachsenen und älteren Menschen.


Aber acht Stunden Schlaf benötigt doch jeder, oder?
Nein, das kann man so pauschal nicht sagen. Im Laufe des Lebens ändert sich der Schlaf. Säuglinge haben viel mehr Schlafphasen, 16 Stunden am Tag. Im Laufe des Lebens nimmt der Schlafbedarf ab. Jugendliche brauchen deutlich mehr Schlaf als Erwachsene. Und Erwachsene haben ein höheres Schlafbedürfnis als ältere Menschen, die nachts nur sechs Stunden schlafen, aber dafür vielleicht tagsüber noch ein-, zweimal eine Stunde Schlaf benötigen.


Warum ist das so?
Man weiß, dass es so ist, aber nicht, warum es die Natur so eingerichtet hat. Verschiedene Erklärungsmodelle versuchen jedoch, darauf eine Antwort zu finden. Es gibt beispielsweise Untersuchungen aus dem Tierreich, die darauf hinweisen, dass auch jüngere und ältere Tiere ein anderes Schlafverhalten haben. Da sind die Bücher noch nicht geschlossen.


Wie viel Schlaf muss man denn mindestens finden?
So sechs bis acht Stunden Schlaf insgesamt sollte jeder Mensch haben. Es gibt den Lerche- und den Eulentyp. Lerchen sind morgens schon sehr früh wach, arbeiten viel und sind leistungsfähig. Die Uhus sind nachts vor allem aktiv, verbringen bis Mitternacht und danach noch Leistung, liegen dann aber bis 10 Uhr im Bett und holen sich den Schlaf dann.

Babys schlafen auch nicht tiefer.




Warum schlafen Babys so tief?
Es kommt darauf an, in welcher Schlafphase sich das Baby befindet. Im Tiefschlaf ist man nicht so leicht erweckbar wie im Flachschlaf oder im Traumschlaf. Wenn ein Erwachsener im Tiefschlaf ist, kann man ihn ebenfalls wegtragen oder daneben Trompete blasen und er wacht nicht unbedingt auf.


Welche Folgen hat Schlaflosigkeit?
Chronischer Schlafmangel kann sehr viele Folgen nach sich ziehen: Konzentrationsschwäche, Aufmerksamkeitsprobleme, auch Sekundenschlaf sowie erhöhter Blutdruck durch ständige Stresshormonausschüttungen. Viele halten sich mit Kaffee und anderen Stimulanzien wach, was wiederum nicht gut für den Kreislauf ist. Die Leute sind dann aufgeputscht, ein bisschen wie auf Drogen. Schlafentzug ist eine Foltermethode. Schlaf ist lebensnotwendig. Fünf, sechs, sieben Tage ohne Schlaf führen unweigerlich zum Tod.


Ist der Schlaf so wichtig oder das Bedürfnis zu träumen?
Der Schlaf, wenn er erholsam sein soll, läuft in Zyklen ab. Es gibt Schlafzyklen, die sich wiederholen. Das geht vom Wachzustand über den Flachschlaf in den Tiefschlaf über und wieder zurück in den Traumschlaf. Dann setzt der Zyklus wieder von vorne ein. Der Tiefschlaf ist entscheidend für die körperliche Erholung, der Traumschlaf für die seelische. Wenn eins nicht ausreichend zur Verfügung steht, fühlen sich die Leute entweder körperlich oder geistig nicht erholt. Man sagt auch: Im Traumschlaf wird der Tag verarbeitet. Dadurch werden bestimmte synaptische Verbindungen im Gehirn geschaltet, um Gedächtnisleistungen zu erbringen und alles Erlebte wird vertieft.


Ohne ordentliches Schlafprofil keine Erholung




Wie viele Zyklen machen wir denn in einer Nacht durch?
Vier bis fünf Zyklen, die jedoch innerhalb der Nachtstunden kürzer werden: 90 Minuten ungefähr bis zu 60 Minuten am Ende der Nacht. Alle Zyklen zusammen nennt man dann ein Schlafprofil. Und nur Leute, die ein ordentliches Schlafprofil haben, haben auch einen erholsamen Schlaf.

Dieses Schlafprofil können wir im Schlaflabor diagnostizieren, indem man EEG-Elektroden anklebt, also den Kopf verkabelt und elektrische Signale aus dem Gehirn ableitet. Bestimmte Frequenzwellen sind bestimmten Schlafstadien zugeordnet. So kann man feststellen, welche Schlafstadien der Patient in der Nacht durchlaufen hat. Das Schlafprofil macht deutlich, ob eine Schlafstörung vorliegt und welche Ursachen dafür verantwortlich sind. 90 Prozent der Fälle haben eine Störung der Atmung im Schlaf. Bei einer Verengung der Schlundmuskulatur kommt es zu einer abgeflachten Atmung oder einem vollständigem Aussetzen der Atmung. Man redet dann von Atemstillständen. Dauert dieser Zustand länger als zehn Sekunden an, wird er als Apnoe bezeichnet. Das führt unweigerlich zu Sauerstoffmangel. Dieser löst im Gehirn Alarmsignale aus, sogenannte Weckreaktionen, auch Arousal genannt. Diese Weckreaktionen, die auch unterschwellig ablaufen können, führen dazu, dass ständig dieses Schlafprofil gestört wird, dass es diese Wachreaktion gibt. Die Patienten kommen dann nicht mehr in ein normales Schlafprofil hinein. Aufgrund dieser Atemstörung und dieses Sauerstoffmangels kommt es gar nicht dazu, dass sie in den Tiefschlaf gelangen. Sie gehen stattdessen in einen Wachzustand über, ohne dies unbedingt bemerken zu müssen. Es gibt verschiedene Methoden, um diese Schlafapnoe zu behandeln.


Wie überzeuge ich denn jemanden, sich im Schlaflabor untersuchen zu lassen, der nicht einmal zugibt, dass er schnarcht?
Schnarchen selbst ist vom Krankheitswert nicht so pathologisch wie diese Atempausen. Angehörige bekommen oft mit, dass die betroffenen Patienten nachts längere Zeit keine Luft holen. Immer wenn sie länger als zehn Sekunden nicht atmen und dann irgendwann in so eine Art Schnappatmung übergehen, ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, dass eine obstruktive Schlafapnoe vorliegt, also diese Verengung der Schlundmuskulatur eingesetzt hat. Die Atmung kann nicht funktionieren, da die Atemwege verengt sind. Der Patient fängt nach einer längeren Zeit des Nichtatmens an, durch eine Weckreaktion des Gehirns diese Atmung nachzuholen. In kürzeren Abständen atmet er also viel schneller. Sobald er wieder halbwegs in den Flachschlaf gekommen ist, fängt er wieder mit den Atempausen an. Denn im Schlaf erschlafft alles ein bisschen mehr, auch die Schlundmuskulatur. Am Tag ist das nicht so, da hat man einen erhöhten Muskeltonus. Problematisch ist es besonders für Menschen mit Übergewicht, das während des Schlafens das gesamte Gewicht auf den Rachen drücken kann.

Ohne Krimi geht die Mimi mal besser doch ins Bett




Wenn mich keiner auf Atemaussetzer hinweist – woran merke ich es selbst?
An Kopfschmerzen, Unausgeschlafenheit, Müdigkeit, Gereiztheit, erhöhtem Blutdruck.


Das könnte doch auch daran liegen, dass ich am Abend zuvor zu viel getrunken habe.
Alkohol kann eine Schlafapnoe verstärken. Medikamente ebenso. Oder wenn man zu viel gegessen hat. Asthma bronchiale kann nächtliche Atemnot hervorrufen. Es gibt viele Ursachen dafür, warum man schlecht schläft, epileptische Anfälle zum Beispiel. Das Feld ist sehr breit. Es gibt Volkskrankheiten wie depressive Erkrankungen, die auch massive Schlafstörungen hervorrufen, die auch nicht mit einer Atemstörung einhergehen, die aber ebenfalls das Schlafprofil verändern – zum Beispiel, wenn die Leute nicht ein- oder durchschlafen können.


Apropos: Was hilft denn bei Einschlafproblemen?
Es gibt allgemeine Empfehlungen. Man sollte auf jeden Fall nicht vor dem Einschlafen Probleme wälzen, nicht noch Krimis lesen oder seinen Geist maximal beanspruchen. Um den Tag ruhig ausklingen zu lassen, bieten sich beispielsweise ein Abendspaziergang oder Beruhigungstee und leise Musik an. Man sollte sich bestimmte Rituale schaffen, die dem Körper anzeigen: So, jetzt kann du zur Ruhe kommen und einschlafen.


Bringen andere „Bettgefährten“ wie Lavendelkissen etwas?
Lavendel soll beruhigend wirken. Das Problem kann sein, dass man langfristig Allergien entwickelt. Aber so einem Ritual würde ich keinem ausreden. Das muss jeder für sich finden.


Sind Schlaftabletten o.k.?
Verwenden Sie möglichst keine Schlaftabletten, weil diese Suchtpotenzial hervorrufen und man sich dauerhaft an sie gewöhnen kann.

Fenster auf oder zu? Alter Zopf!




Fenster auf oder zu?
Dieser alte Zopf, bei offenem Fenster zu schlafen, besteht schon seit Jahrhunderten. Er stammt aus der Zeit, in der es noch Kohleöfen gab, mit denen auch die Schlafzimmer beheizt wurden. Damit sich die Leute keine Kohlendioxid- oder -monoxidvergiftung holen, wurde geraten, unbedingt bei offenem Fenster zu schlafen. Das ist veraltet. Natürlich ist Frischluft gut. Jeder Mensch atmet pro Minute auch im Schlaf fünf bis sieben Liter Luft. Irgendwann ist die Luft verbraucht. Ein Fenster für Frischluftzufuhr angekippt zu lassen, ist für erholsamen Schlaf sicher ratsam. Aber nicht im Winter bei minus 20 Grad und nicht für Allergiker, wenn im April die Birkenpollen durchs offene Fenster kommen.


Und muss das Schlafzimmer unbedingt stockdunkel sein?
Es empfiehlt sich, in abgedunkelten Räumen zu schlafen. Wir haben auch in unserem Schlaflabor alle Möglichkeiten geschaffen, die Räume zu verdunkeln. Der Einschlafvorgang wird beschleunigt, wenn es dunkel ist. Wenn man die Augen geschlossen hat, kommt es zur Ausschüttung von Melatonin aus der Hirnanhangsdrüse. Das gibt es mittlerweile auch als Medikament, Circadin genannt, oder als Nahrungsergänzungsmittel. Das nehmen beispielsweise Piloten und andere Menschen mit Jetlag, um zu allen möglichen Zeiten einzuschlafen.


Also nur die Augen zu schließen reicht allein nicht?
Das würde auch reichen. Es gibt auch die Möglichkeit einer Schlafbrille. Es ist erwiesen, dass durch die Dunkelheit die Hormonausschüttung stattfindet, die den Einschlafvorgang beschleunigt. Abgedunkelte Räume kann man nur befürworten. Nur im Dunkeln hat man möglicherweise den erholsamen Schlaf.

Jeder eine eigene Decke




Aber wenn es so dunkel ist, fällt später das Aufwachen so schwer.
Der Körper holt sich den Schlaf, den er braucht – im Zweifelsfall dann am Wochenende.


Schläft man auf dem ruhigen Land besser als in der Stadt?

Eher auf dem Land, wo höchstens mal der Hahn kräht. Man sollte immer absolute Ruhe fordern. Das ist in unserer heutigen Gesellschaft allerdings sehr schwierig. Und: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wer sein Schlafzimmer neben Bahngleisen hat, wo alle zehn Minuten ein Zug vorbeifährt, nimmt das nach ein paar Wochen nicht mehr wahr. Das Gehirn kann äußere Einflüsse wegfiltern. Aber es ist bewiesen, dass gerade Lärmbelästigung Schlafstörungen fördert und auch andere Störungen des seelischen Gleichgewichtes hervorrufen kann. Das Schlafzimmer sollte daher immer das ruhigste Zimmer der Wohnung sein und möglichst nicht an der befahrenen Straße liegen.


Schläft man besser zu zweit oder alleine?
Ich war vor ein paar Wochen auf einem Schlafmedizinerkongress. Dort habe ich eine ganze Vortragsreihe zu „Liebe und Schlaf“ gehört. Zu dem Thema gibt es sehr interessante Untersuchungen. Letztendlich hängt es davon ab, wie lange die Beziehung schon besteht und ob sie harmonisch ist. Ein generelles Ja oder Nein gibt es nicht. Wenn ein Partner schnarcht und der andere deshalb nicht schlafen kann, könnte man überlegen, ob man separat schläft. Ansonsten kann es auch sehr beruhigend sein, dass man gemeinsam mit dem Partner in einem Bett schläft, aber möglichst jeder seine eigene Decke hat. Es gibt ja auch verschiedene Schlafstellungen. Die einen brauchen den direkten Körperkontakt, sind ineinander verkuschelt. Die anderen müssen den Partner nur neben sich wissen.


Ich habe eine Statistik gelesen, nach der vor allem Frauen die Qualität ihrer Schlafphasen schlechter einschätzen, als sie tatsächlich ist?
Rein gefühlsmäßig würde ich das bestätigen, dass Frauen anspruchsvoller als Männer sind, was ihre Schlafqualität betrifft. Das zeigen auch die Fragebögen, die wir an die Patienten herausgeben, die eine Nacht bei uns im Schlaflabor verbracht haben. Vielleicht hören Frauen doch mehr in sich herein, ticken anders oder haben eine andere Wahrnehmung.

Sprachenlernen im Schlaf?




Schlafen viele bei Vollmond wirklich schlechter?
Es gibt tagesweite Rhythmen, monatsweite Rhythmen, jahreszeitliche Rhythmen. Diese ganzen Biorhythmen haben Einfluss auf das Schlafprofil. Ohne es wissenschaftlich belegen zu können, würde ich schon sagen, dass es stimmt, dass Vollmond für eine schlechtere Schlafqualität sorgt.


Schlafen wir schlecht, wenn wir uns im Schlaf hin- und herzuwälzen?
Wenn die Leute wach werden, versuchen sie durch ihre favorisierte Schlafstellung wieder in den Schlaf zu finden. Wer es beispielsweise gewohnt ist, auf dem Rücken einzuschlafen und auf der Seite wach wird, wird sich wieder auf den Rücken drehen. Wer sich viel herumwälzt, ist also öfter wach. Das ist ein Hinweis auf eine Schlafstörung. Denn am besten sollte man alle Schlafprofile durchlaufen, ohne wach zu werden. Wir erfassen im Schlaflabor durch Lagesensoren, wie oft sich Patienten gedreht haben. Oft sind sie total überrascht, wenn man ihnen die Daten am nächsten Tag zeigt. Wir haben nur sehr selten Patienten, die eine Körperposition die ganze Nacht wahrnehmen. Manchmal haben übergewichtige Leute in Rückenlage verstärkt Schlafapnoe. Sie vermeiden daher diese Schlafposition. Dafür gibt es Hilfsmittel. Probleme mit der Blase oder dem Herzen führen ebenfalls zur Unterbrechung des Schlafes und zu Durchschlafstörungen.


Welche Matratze empfehlen Sie?
Die einen Patienten bezeichnen unsere Matratzen im Schlaflabor als Wucht, andere als Katastrophe. Die Wahrnehmung ist enorm verschieden. Jeder muss für sich die richtige Lösung finden. Da würde ich keine Vorschriften machen. Das Gleiche gilt für Kissen: Es gibt Rituale und Gewohnheiten, die man berücksichtigen muss.


Im Schlaf kann man angeblich abnehmen, sich das Rauchen abgewöhnen oder Sprachen lernen. Ist da was dran?
Jeder Mensch sollte pro Nacht 20 Prozent Traumschlaf haben, REM-Schlaf genannt. Das kommt aus dem Englischen: Rapid Eye Movement, also schnelle Augenbewegung. Träume verarbeiten und verfestigen Erlebtes und sollen für bestimmte synaptische Verschaltungen verantwortlich sein, sodass man ein besseres Gedächtnis hat, sich mehr merken kann. Es ist wichtig, dass man diesen Schlaf hat und am nächsten Tag wieder neu aufnahmefähig ist. In der Tat weiß keiner ganz genau, was in diesen Traumphasen passiert. Man weiß nur: Träume sind wichtig für geistige Erholung, für Neuaufnahme, für Lernprozesse. Aber wer auf dem Wörterbuch schläft, spricht am nächsten Tag keine Fremdsprache. Das stammt aus dem Reich der Sagen und entbehrt bislang noch einer wissenschaftlichen Grundlage.


Wann erinnern wir uns an Träume?
Wenn man unmittelbar aus dem Traumschlaf wach wird, weil zum Beispiel der Wecker klingelt, erinnert man sich nur an die letzte Phase, ans letzte Ereignis vom Traum – aber nicht daran, was man im Zyklus davor geträumt hat. Viele wollen am liebsten wieder einschlafen, um weiter zu träumen. Sie wollen wissen, wie der Traum ausgeht. Das klappt meistens nicht.


Porto für den Penis




Wie ist es mit erotischen Träumen?
Traumschlafbezogene Peniserektionen sind normal und notwendig, um dauerhaft eine Potenz aufrecht zu erhalten. Durch die Erektion kommt es zu erotischen Träumen. Menschen, die eine schlafbezogene Atemstörung haben, erleben weniger oder gar keinen Traumschlaf mehr. Dadurch haben sie keine nächtlichen Erektionen mehr und damit kein Training für den Penis. Wenn das über einen längeren Zeitraum passiert, leiden sie teilweise unter Impotenz. Man kann die Steifigkeit des Penis im Schlaflabor messen. Das machen wir aber nicht routinemäßig. Jedoch ist es möglich, den Briefmarkentest auch zu Hause durchzuführen: Der Mann klebt eine Briefmarke, die er mit Spucke anfeuchten muss, um den Penisschaft. Wenn am nächsten Morgen die Briefmarke gerissen ist, weiß er, dass er in der Nacht eine oder mehrere Erektionen gehabt hat.


Warum schlafwandeln Menschen?
Dies ist eine von 78 verschiedenen Schlafkrankheiten. Die genaue Ursache ist unklar. Doch viele Menschen betrifft es nicht. Schlafwandeln passiert oft aus dem Tiefschlaf heraus. Die Leute stehen auf und wenn sie Pech haben, springen sie aus dem Fenster oder laufen vor ein Auto. Sie sind nicht bei Bewusstsein und erinnern sich später an nichts. Fast nie trifft Schlafwandeln im Traumschlaf auf, weil die Muskulatur während des Träumens gelähmt ist. Wenn man nachts spricht, teilweise logisch etwas erzählt, aber auch einzelne Wortfetzen, dann hat das nichts mit Schlafwandeln zu tun.

Kontakt


Zentrum für Atmung und Schlaf
Regierungsstraße 65, Erfurt
Tel.: 0361-5625950
truemper@lungen-arzt.de
www.lungen-arzt.de

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