Mal wieder gute Neuigkeiten: Vinyl Speed - meinanzeiger.de
31. Juli 2020
Erfurt

Mal wieder gute Neuigkeiten: Vinyl Speed

Wunderbar wandelbarer Metropop aus Erfurt von Chameleon Walk

Cover Viny Speed

Chameleon Walk

 

Erfurt. Einen wirklich fluffigen Sommerhit namens „Vinyl Speed“, der voller Lebensfreunde steckt, haben Chameleon Walk zusammen mit XS-Xadis geschrieben. Der Produzent, Heiko Merrbach (bekannt aus Radio Top40, als DJ sowie als Radio-Stimme), ging dabei eine ungewöhnliche Kooperation mit den Erfurter Musikern ein. Scheinbar unverträgliche Genres wurden gemixt. Entstanden ist ein Metropop, das weder Dance noch Pop ist. Weder Rock-Song noch House. Aber von allem ein Bisschen was hat. Mit dem Titel veröffentlicht das Trio zudem ein Video, das ein echter Hingucker ist und schon anhand seiner Perspektive aus dem Rahmen fällt. Keine sich räkelnden Körper, keine High-Tec-Effekte, dennoch sehenswert und amüsant.

Ein Ohrwurm, der sich fortpflanzt
 
Der Saxophon-Teil von „Vinyl Speed“ will einfach nicht mehr vergessen werden. Er pflanzt sich als Ohrwurm rasant fort. Tanzbar ist der Titel ebenso wie kurzweilig.
Er versetzt die Zuhörer in die Perspektive eines DJs, der die Menschen mit seinen Platten in Bewegung bringt. In seinem Cockpit hat alle Fäden dafür in der Hand. Und der selbst nicht still halten kann, wenn er die Beats abspielt. Auch im Video ist viel Bewegung angesagt.
Ungewöhnliche Kooperation
 
Xadis und das Duo Chameleon Walk sind aktuell, was Live-Auftritte angeht, gelähmt. Wie so viele Künstler in Deutschland. Die Zeit ließen sie allerdings nicht ungenutzt verstreichen. Stattdessen arbeiten sie nun Genre-übergreifend. Normalerweise lieben die Erfurter Musiker die kleinen und gemütlichen Kneipen-Konzerte, wenn das Publikum nur eine Armlänge entfernt ist. Dann laufen Babette Lauenstein und Axel Heyder mit Rocksongs zu Bestform auf, bringen Gitarre, Cajon und Saxophon zum Klingen und verhelfen großen Klassikern in ein zeitgemäßes Gewand. In der Kooperation mit dem DJ und Produzenten aus Friedrichroda allerdings haben sie ihre Stärken in eine ganz neue Form gegossen. Der leicht düstere Bariton, eine Saxophonmelodie, die sich im Gedächtnis festhakt und eine wunderbar tanzbare Rhythmik machen den Song leicht verdaulich und dennoch immer wieder hörbar. So ist in schlechten Zeiten etwas Gutes entstanden. Die Kooperationen wollen der Produzent und Radio-Sprecher und die beiden Chameleons auf jeden Fall fortsetzen. Weitere Titel sind bereits in Arbeit.

Auch interessant