13. Januar 2017
Erfurt

Nur eine Frage: Wann ist es Obst und wann ­Gemüse?

Äpfel sind Obst und Tomaten Gemüse. Oder stimmt das nicht? Und was ist mit Rhabarber? Oder ist das jetzt alles Banane? Die Antworten auf diese Fragen kennt Ruth Bredenbeck. Sie ist Leiterin der „GartenAkademie-Thüringen“.



Die Zuordnung von Obst und Gemüse ist nicht immer ganz eindeutig möglich. Mit Obst werden alle Früchte bezeichnet, die sich aus der Blüte an einer mehrjährigen Pflanze oder eines Baumes bilden und die für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Also: Äpfel, Birnen, Kirschen, Erdbeeren und Beeren von Sträuchern aller Art. Als Ausnahme gehört zum Obst aber traditionell auch der Rhabarber.

Eine Ausnahme bildet der Spargel




Gemüse sind verschiedene Pflanzenteile wie Wurzeln, Blätter, Stängel aber auch Früchte, die von krautigen Pflanzen geerntet werden. Diese Pflanzen sind meist nur einjährig und müssen deshalb jedes Jahr neu angepflanzt beziehungsweise ausgesät werden, zum Beispiel Tomaten, Gurken, Salat, Möhren, Radieschen und ­Zwiebeln. Eine ­Ausnahme bildet der Spargel – seine ­Triebspitzen können über viele Jahre von der ­gleichen Pflanze geerntet werden.

Vielfach werden im praktischen Gebrauch Obst und Gemüse auch nach ihrer Verwendung unterschieden. Obst kann meist roh gegessen werden und wird hauptsächlich zu süßen Speisen verarbeitet. ­Gemüse dagegen wird als herzhafte ­Beilage beim Hauptgericht serviert. Aber in der modernen experimentellen Küche darf alles ausprobiert werden und dadurch sind ganz neue Geschmacks­erlebnisse möglich. Da gibt es dann auch mal Erdbeer-Chili-Soße.

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