4. April 2016
Erfurt

Nur eine Frage:Haben Elefanten wirklich Angst vor Mäusen und Hunger auf Erdnüsse?

Nicht erst seit dem Disneyfilm „Dumbo“ hält sich das Gerücht von der Angst der grauen Riesen vor den 250 000-mal kleineren grauen Zwergen. Fakt oder Fantasie? Die Antwort auf diese Frage weiß Roy Bäthe, Zoopädagoge im Thüringer Zoopark Erfurt.



Schon der römische Gelehrte Plinius der Ältere wusste zu berichten: „Von allen Kreaturen können Elefanten Mäuse nicht ausstehen.“ Diese Abneigung soll daher kommen, dass die großen Tiere fürchten, die Mäuse könnten in ihre Rüssel kriechen.

Der berühmte Zoologe Bernhard Grzimek stellte dieses Vorurteil einmal unter die Probe. Er konfrontierte Zirkuselefanten mit angebundenen Mäusen. Doch statt in Panik zu verfallen beschnupperten die Rüsseltiere die Nager erst ausführlich und begannen dann, sie zu zertreten. Auch stört es Elefanten nicht, Futter mit dem Rüssel aufzusammeln, an dem gerade eine Maus knabbert.

Einmal niesen und raus ist die Maus



Eigentlich ist es auch nur logisch, dass an der Legende nichts dran ist: Selbst wenn eine Maus in einen Rüssel kriechen würde, genügte ein einfaches Niesen des Elefanten, um sie sofort wieder hinaus zu befördern.

Und was die Vorliebe der Dickhäuter für Erdnüsse angeht: Elefanten essen generell gerne und viel. Erdnüsse kommen jedoch ursprünglich nicht im Verbreitungsgebiet der afrikanischen Tiere vor. Und im Zoopark Erfurt erhalten sie gesündere Nahrung als die fetthaltigen Hülsenfrüchte.


Die Mythbusters sind der Frage in freier Wildbahn nachgegangen.

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