Oskar Helmerich (SPD) setzt auf kontroversen Wahlkampf - meinanzeiger.de
10. Mai 2019
Erfurt

Oskar Helmerich (SPD) setzt auf kontroversen Wahlkampf

Kommunalwahl 2019

Erfurt. Am 26. Mai sind in Thüringen unter anderem auch Kommunalwahlen. Der SPD Landtagsabgeordnete und Stadtrat in Erfurt, Oskar Helmerich, will sich wieder zur Wahl für das Erfurter Stadtparlament stellen. Helmerich, der jüngst erst für Schlagzeilen um seine Veranstaltung am 22. Mai mit Thilo Sarrazin sorgte, zieht nun mit zwei kontroversen Plakaten in den Kommunalwahlkampf. Eines seiner Plakate ziert den Wahlslogan „Ihr Anwalt für Rechtsstaatlichkeit“. Auf Nachfrage bei Oskar Helmerich, ob es denn keine Rechtsstaatlichkeit in Thüringen gäbe, antwortet er wie folgt: „Die Rechtsstaatlichkeit wird von verschiedenen Gruppen ausgehebelt , wie Ärzten, die falsche Atteste ausstellen oder Abgeordnete, die ihren Status rechtswidrig missbrauchen, um eine Abschiebung zu verhindern. Entscheidungen vom BAMF werden nicht akzeptiert“. Helmerich, weiß genau, dass er mit seinem Wahlkampf provoziert, er will auffallen und er möchte die SPD zu einem Kurswechsel bewegen. Auch sein zweiter Wahlslogan „Kein Bleiberecht für Gefährder“ erklärt er so: „Zeigen Sie mir eine Person, die schon mit einem Gefährder in seiner Nachbarschaft leben möchte. Das will keiner! Nur müssen wir es von der SPD auch sagen, dass traut sich eben keiner“. Ob und wie seine Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat und Landtag darauf reagieren, weiß man nicht, jedenfalls wird es für Gesprächsstoff sorgen.

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