"Einzug in Jerusalem" - meinanzeiger.de
1. Dezember 2017
Erfurt

„Einzug in Jerusalem“

Worte zum Sonntag

Advent heißt „Ankunft“. Christen bereiten sich auf Weihnachten vor, das Fest der Geburt des Jesuskindes. Jetzt folgen vier Wochen voller Vorfreude auf das Christfest. Kerzen und Kuchen, Holzfiguren und Heimlichkeiten verbinden sich zu einer besonderen Stimmung. Da ändert sich die Gefühlslage auch bei ­denen, die nicht so oft in die Kirche gehen. Häuser und Wohnungen legen einen lichten Schmuck an. Große und Kleine freuen sich über den Adventskalender mit seinen Überraschungen.

Mit dem ersten Advent beginnt das Kirchenjahr. Jeder Sonntag bis zum kommenden Jahr um diese Zeit erinnert an die Botschaft der Bibel und Ereignisse aus dem Leben von Jesus. Es beginnt mit der Geschichte vom Einzug in Jerusalem. Jesus kommt in die Stadt und wird freundlich empfangen. Er kommt nicht hoch zu Ross als Krieger, sondern reitet das Tier der kleinen Leute und bringt Frieden. „Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel.“ Eine große Menge breitete ihre Kleider auf den Weg; andere winkten mit Palmzweigen und riefen: „Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!“ (Matthäus 21,9). Gott begegnet uns freundlich.
Er donnert nicht mit Anklagen oder Vorhaltungen. Er steht vor der Tür und klopft an. Im schönsten Adventslied heißt es: „Macht hoch die Tür, die Tor’ macht weit.“

Gesegnete Zeit.

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