Liebeserklärung an ein wunderschönes Land - meinanzeiger.de
20. November 2017
Erfurt

Liebeserklärung an ein wunderschönes Land

Malerisches Thüringen

Dr. Steffen Raßloff (links) und Jürgen Valdeig vor der Thüringer Staatskanzlei

Dr. Steffen Raßloff (links) und Jürgen Valdeig vor der Thüringer Staatskanzlei

Das Buch „Malerisches Thüringen“ lädt ein zu einer Reise durch Thüringens bezaubernde Landschaften und zu markanten Sehenswürdigkeiten. Rund 100 Aquarelle des Malers Jürgen Valdeig und Begleittexte von Dr. Steffen Raßloff verführen zum Träumen und Entdecken.

Gemeinsam sinnieren Valdeig und Raßloff über ihr Buch, sein Entstehen und über ihre Heimat:

Thüringen ist…



…verbindend:

Dr. Steffen Raßloff und Jürgen Valdeig kennen sich schon lange, haben beruflich immer wieder miteinander zu tun. In kleinerer Form haben sie schon einmal ein Buch über Erfurt gestaltet. Und überall in Thüringen stößt man auf Spuren der beiden – ihre Bilder und Bücher.


…einzigartig:

“Thüringen ist Thüringen“, sind sich die beiden gebürtigen Erfurter und Thüringen-Fans einig. Da kommt nichts heran. Seit er fünfmal in den USA war, kommt Jürgen Valdeig noch viel lieber zurück in die Heimat, hat sie noch intensiver schätzen und lieben gelernt. Auch Steffen Raßloff weiß: „So schön es anderswo auch ist – ich kann mir nicht vorstellen, dauerhaft woanders zu sein.“ Das Werk ist eine buchgewordene Liebeserklärung an ihr Land.


…kompakt:

Auf relativ kleinem Raum vereint Thüringen eine unglaubliche Dichte an Natur, Geschichte und kulturellen Schätzen, die nicht nur für Besucher, sondern auch für junge wie alteingesessene Thüringer immer neue Facetten bietet. Das, was Thüringen ausmacht, haben die beiden Autoren ins Buch gepackt – auf ungewöhnliche und unterhaltsame Weise. Nicht als üblichen Fotoband, sondern mit gemalten Bildern. Dazu gibt es unterhaltsame Texte von Dr. Raßloff, die voller Fakten sind und doch keinen Leser überfordern.


...glänzend:

“Thüringen… verfügt über ein kulturgeschichtliches Erbe von Weltrang. Von der glanzvollen Hochkultur der Thüringer Landgrafen auf der Wartburg zieht sich die Spur über das ‚Lutherland‘ und Kernland der Reformation, das Goldene Zeitalter der Weimarer Klassik Goethes und Schillers bis hin zur Wiege der Moderne im Bauhaus Weimar. All dies zählt zum Unesco-Weltkulturerbe… Erfurt darf mit seinem jüdischen Erbe rund um die Alte Synagoge auf künftige Welterbe-Würden hoffen“, schreibt Steffen Raßloff gleich am Anfang des Buches.


…residenzvoll:

Beinahe überall in Thüringen – und auch im Buch – gibt die besondere Atmosphäre der einstigen Residenzen zu erspüren mit prächtigen Schlössern, Parks, Bibliotheken und Theatern zwischen Gotha, Weimar, Altenburg und Meinungen, zwischen Sondershausen, Rudolstadt, Gera und Greiz.


…detailreich:

Nicht nur den großen, wichtigen Städten und „Hotspots“ geben Raßloff und Valdeig Raum. „Hier kommen auch Orte vor, die sonst nicht so im Fokus stehen“, macht Jürgen Valdeig neugierig auf im Bild festgehaltene Blicke und Sichtweisen, die nicht die üblichen und trotzdem beeindruckend sind. Fröbels Geburtshaus, die Oberweißbacher Bergbahn, das Kloster Zella sind nur einige der Ansichten. Auch eher unrühmliche Geschichtsdetails werden – etwa wenn es um Weimar geht – nicht ausgespart, ebenso „Sorgenkinder“ wie das Schloss Reinhardsbrunn.


…sehr grün:

Wenn auch Marketingexperten lieber nach ‚jüngeren‘ und hipperen Werbeparolen für den Freistaat suchen, sind sich Steffen Raßloff und Jürgen Valdeig einig: Das Land das grüne Herz zu nennen, bringt es nach wie vor auf den Punkt. Welches Bundesland hat sonst noch (prozentual) so viel Wald zu bieten, immerhin 33 Prozent seiner Fläche? Auch sonst sind die Autoren fasziniert von der Landschaft voller Reize, vom wildromantischen Falkenstein, dem Naturschatz Thüringer Wald, dem Weltnaturerbe-Hainich, dem Trippstein… „Die Hörselberge haben eine sehr ähnliche Struktur wie der Grand Canyon“, schwärmt Jürgen Valdeig. „Und das Thüringer Becken kommt auch bei vielen zu kurz“, fügt Dr. Raßloff hinzu. In ihrem Buch nicht.


…auch persönlich:

Die beiden Buchmacher ließen es sich nicht nehmen, auch ihren eigenen Erinnerungen und Vorlieben Raum zu geben. „Als echte Puffbohne liebe ich nun mal meine Stadt“, gesteht Jürgen Valdeig, der mit dem Ikarusbus am Steigerwaldrand oder dem Bild von Schauspieler Steve McQueen Kindheits- und Jugenderinnerungen lebendig werden lässt. „Ich traue mich ja kaum zu sagen, dass ich Rot-Weiß-Fan bin“, wirft Steffen Raßloff ein und lächelt. Auch „sein“ Verein hat es ins Buch geschafft, mit einer gemalten Ansicht vom Thüringenderby 1960 im Erfurter Stadion gegen Jena, besser gesagt SC Turbine Erfurt gegen SC Motor Jena.


…ein wenig anmaßend:

Auch der Brocken gibt sich ein Stelldichein im Buch. „Den haben wir kurzerhand eingemeindet“, meint Maler Valdeig augenzwinkernd über den Sachsen-Anhaltiner. Aber eigentlich ist der Brocken auf dem Bild sowieso nur Statist, schließlich geht es hier um die Harzquerbahn, und die nimmt ihren Anfang im thüringischen Südharz, in Nordhausen.


…inspirierend:

An Motiven mangelt es dem Maler und dem Schreiber bei weitem nicht, eher fiel die Auswahl schwer. „Das Buch hätte dreimal so dick werden können, mindestens“, verrät Dr. Raßloff. Beide räumen die Möglichkeit einer Fortsetzung ein. „Das war nicht unser letzter Streich“, verspricht Jürgen Valdeig. Von Thüringen gibt es noch so viel zu zeigen und zu erzählen…



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Das Buch

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Das Buch „Malerisches Thüringen“, erschienen im Sutton Verlag, ist über www.verlagshaus24.de und im Buchhandel erhältlich.

Die Autoren:


Der Kunstmaler und Verleger Jürgen Valdeig (Jahrgang 1951) beschäftigt sich seit den 1960er-Jahren intensiv mit seiner Heimat Thüringen, speziell mit seiner Vaterstadt Erfurt. Er hat zahlreiche Kunstkalender, Grafiken, Kunstdrucke, Bildbände und -karten veröffentlicht.


Der Historiker Dr. Steffen Raßloff (Jahrgang 1968), ebenfalls gebürtiger Erfurter, ist Mitglied der Historischen Kommission für Thüringen. Er hat zahlreiche Publikationen zu Erfurt, Thüringen und Mitteldeutschland veröffentlicht, die mehrfach mit Buchpreisen ausgezeichnet wurden. Raßloff arbeitet auch als Ausstellungskurator und Medienexperte, u.a. für den MDR.

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