Pauschale Altersbestimmung bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen - meinanzeiger.de
20. Januar 2018
Erfurt

Pauschale Altersbestimmung bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Handscanner

Nachdem ein elendes Gezeter von wegen „Eingriff in die körperliche Unversehrtheit“ durch das Röntgen der Handwurzel von Geflüchteten veranstaltet wurde, hat das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT einen mobilen, nichtinvasiven Ultraschall-Handscanner zur Identifizierung des Alters entwickelt. Dann gibt es ja nun kein Hindernis mehr, sich vor einer Altersbestimmung zu drücken. Oder doch?

„Wenn man das bei jedem Flüchtling täte, wäre das ein Eingriff in das Menschenwohl“, sagte Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, der „Süddeutschen Zeitung“. „Das lehnen wir deswegen ab.“Montgomery nannte diese Verfahren „aufwendig, teuer und mit großen Unsicherheiten belastet“.

Es ist also ein unzumutbarer Eingriff in das menschliche Wohl, seine Hand für ein paar Sekunden in einen Scanner zu halten? Entschuldigen Sie, wenn ich lache.
Im Gegenzug soll es unseren Bürgern zugemutet werden, die enormen Kosten derer zu tragen, die sich durch Betrug Leistungen erschleichen? Auf rund 4 Milliarden Euro belaufen sich die Beträge, die der Steuerzahler pro Jahr für die „unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge“ aufbringen muss. Von Vergünstigungen im Strafmaß bei Delikten mal ganz abgesehen.

Eine Altersbestimmung per Handscanner muss obligatorisch und alternativlos für alle angeblich Minderjährigen sein. Wer nichts zu verbergen hat, wird auch nichts dagegen einzuwenden haben. Wer lügt, muss mit entsprechenden Konsequenzen versehen werden.

Aber nein, wir drücken uns selbst um ein harmloses Scannen herum wie der Teufel um das Weihwasser. Wenn es nicht so tragisch wäre… es wäre eine herrliche Groteske, wie eine Nation sich vorführen und sukzessive ausbluten lässt.

Was meinen Sie: Scannerpflicht, oder nicht?

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