Sinusitis – Infektion der Nasennebenhöhlen und was Sie dagegen tun können - meinanzeiger.de
5. August 2019
Erfurt

Sinusitis – Infektion der Nasennebenhöhlen und was Sie dagegen tun können

Unter Sinusitis versteht man eine Nebenhöhlen Entzündung. Es sind dies mit Luft gefüllte Bereiche der Nasenhöhle, die mit Schleimhaut ausgepolstert sind. Sie sind den Atemorganen zugeordnet, da sie direkten Anschluss an die Nasenhöhle haben.

Die Bezeichnung Sinusitis kommt daher, da sie mit dem mittleren Nasengang in Verbindung stehen. Erkrankungen der Nasenschleimhaut greifen deshalb auf die Nasennebenhöhlen über. Durch Ansammlungen von Sekret verengen sich die Zugänge. Atemnot und Schmerzen sind die Folge.

Wie Sie gegen Sinusitis vorbeugen und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengestellt.

Mit welchen Symptomen zeigt sich eine Nasennebenhöhlenentzündung?

Wenn Sie Schmerzen im Nasenbereich, den Atmungsorganen haben, die Nase verstopft ist und sich Kopfschmerzen dazugesellen, dann liegt der Verdacht nahe, dass Sie an Sinusitis erkrankt sind. Die Nasennebenhöhle ist ein Sammelbegriff für Kieferhöhle, Siebbeinhöhle, Stirnhöhle und Keilbeinhöhle. Die Erkrankung selbst, geht meist einher mit einer Entzündung im Nasengang (Rhinitis). Falls Sie mehr als eine Woche an diesen Symptomen leiden, suchen Sie unbedingt einen Arzt auf, um eine gefährliche Grunderkrankung auszuschließen.

Akute oder chronische Nebenhöhlenentzündung – was sind die Auslöser?

Wie die Beifügung schon ausdrückt: Eine derartige Entzündung kann vom akuten Stadium ausgehend, einen chronischen Verlauf nehmen.

Die meisten akuten Erkrankungen haben eine bakterielle Ursache. Es kommt zu einem Infekt durch einen Verschluss der Nebenhöhlen. In den ersten 30 Tagen wird diese Entzündung als akut bezeichnet, wenn sie danach vollständig ausgeheilt ist.

Der Auslöser ist in der Mehrzahl der Fälle eine Virusinfektion der oberen Atemwege, bspw. eine Erkältung. Die Nasenschleimhaut schwillt an, die Nebenhöhlen werden verschlossen, der Druck sinkt ab. Das ist die Quelle des Schmerzes. In diesem, nun abgeschlossenem Raum, der nur zur Blutbahn offen ist, entwickelt sich ein für Bakterien optimales Klima. Die Entzündung nimmt ihren Verlauf und macht die Nasennebenhöhlen dicht.

Die Zuschreibung chronisch erfolgt dann, wenn die Erkrankung länger als 3o Tage dauert. In diesen Fällen sind die Ursachen nicht in einer Erkältung zu suchen. Aus einer Vielzahl von Möglichkeiten stehen hier nur jene, die am meisten diagnostiziert werden:

  • Chronische Allergien
  • Polypen
  • Reizstoffe aus der Umwelt (Schadstoffe, Tabakrauch)
  • Genetische Veranlagung
  • Infektion durch Bakterien oder Pilze

Dauert diese Entzündung mehr als 30 und weniger als 90 Tage, dann sprechen die Mediziner von subakut. Tritt sie mehrmals im Jahr auf (4-mal in Folge), wird sie als rezidivierend bezeichnet.

Mit welchen Symptomen geht Sinusitis einher?

Anhand der Symptomatik ist eine Unterscheidung zwischen chronisch und akut kaum möglich, dazu ähneln sich die Symptome zu sehr:

  • Ausfluss aus der Nase ist grünlich-gelb, eitrig
  • Schmerzen, die sich über das ganze Gesicht ziehen
  • die Nase fühlt sich verstopft und geschwollen an
  • die Nebenhöhlen sind druckempfindlich
  • das Gefühl, dass der Geruchssinn eingeschränkt ist
  • unangenehmer Mundgeruch trotz ausreichender Zahnhygiene
  • starker Nachthusten mit Auswurf

Was können Sie tun, damit Sie Ihre Nasennebenhöhlen frei bekommen?

Eine wichtige Maßnahme ist, dafür zu sorgen, dass das Sekret ungehindert ablaufen kann. Dadurch wird das Ausheilen der Infektion beschleunigt:

  • Bereiten Sie eine heiße Dampfinhalation vor und legen Sie nasse Handtücher über die betroffenen Nebenhöhlen.
  • Trinken Sie viel und vor allem heiße GetränkeSchleimhäute und fördern das Ablaufen.
  • Spülen Sie die Nase mit einer Lösung aus Salzwasser
  • Lassen Sie sich von Ihrem Arzt ein geeignetes Nasenspray verschreiben; es sorgt dafür, dass die Schleimhäute abschwellen, darf aber nicht zu lange genommen werden, da sonst die Wirkung nachlässt.
  • Falls die Entzündung von starkem Fieber begleitet ist, wird Ihnen Ihr Arzt Antibiotika verschreiben

Zusammenfassung Nasennebenhöhlen zu was hilft

Falls es sich um eine akute Erkrankung durch eine bakterielle Ursache handelt, ist die Behandlung auf die Grunderkrankung (viraler Infekt) abzustimmen. Vor allem sind Maßnahmen zu ergreifen, die die Nebenhöhlen öffnen und einen Abfluss des Sekrets ermöglichen. Mit Inhalationen, heißen Getränken, sind Sie auf einem guten Weg.

Nasensprays wirken sehr schnell und direkt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, denn wenn Sie sie zu lange nehmen, besteht ein gewisses „Suchtpotenzial“, der Körper gewöhnt sich daran, die Wirkung lässt nach und die Dosis muss erhöht werden.

Eine akute Erkrankung kann einen chronischen Verlauf nehmen, wenn sie falsch oder zu spät behandelt wird. Das ist dann langwierig und kann Sie ein Leben lang begleiten. Die Gefahr dass sich hartnäckige Polypen bilden ist nicht von der Hand zu weisen. Eine chronische Sinusitis kann mit der modernen endoskopischen Medizin zumindest gelindert werden.

Abschließend muss gesagt werden, dass es keine wirkungsvolle Behandlung gibt, die kausal zur Nasennebenhöhlenentzündung ansetzt. Die aktuellen therapeutischen Möglichkeiten lindern die Beschwerden, wenn sie rechtzeitig beginnen. Rund 15% der Bevölkerung sind von dieser chronischen Form der Erkrankung betroffen und man erwartet eine Steigerung durch schädigenden Umweltbedingungen.

„Bild Höflichkeit: Freepik.com“

Auch interessant