Wir sind oft gierig - meinanzeiger.de
8. Februar 2018
Erfurt

Wir sind oft gierig

Worte zum Sonntag

Geldgier? Habgier? Neugier? Sind das Fremdworte oder nicht? Wir Menschen sind oft gierig. Aus einem Wunsch mit gesundem Verlangen wird am Ende maßloses Begehren. Es darf gern mehr sein und noch mehr und noch viel mehr.

Begierig horten manche eigensüchtig Geld und Gut. Sinnliche Begierden nach gutem Essen, reichlichem Trinken und fremden Körpern werden schnell zur Sucht. „Pharisäer“ nennen wir gern jene Menschen, die ihre wirklichen Ge­danken und ihr Handeln gut verbergen können. Nach außen ist scheinbar alles perfekt, drinnen sieht es ganz anders aus. Eigentlich waren die Pharisäer fromme Menschen damals zu Jesu Zeiten, die ihren Glauben ernst nahmen. Doch auch bei Gläubigen gibt es die Gefahr, dass Heilige zu Scheinheiligen werden.

„Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln außen reinigt, innen aber sind sie voller Raub und Gier! Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Innere des Bechers, damit auch das Äußere rein wird!“ (Matthäus 23,24-26).

Jesus kennt uns Menschen. Deshalb geht seine Sicht tiefer als unser Blick in den Spiegel. Jesus blickt durch. Er erkennt hinter der Fassade unsere Fehler. Das gilt für die Menschen mit Glauben und die ohne Glauben. Er will allen helfen. Durch Vergebung geschieht Reinigung. So gibt es einen Neuanfang. Das ist eine gute Nachricht für jeden, der das Leben sucht.

Gesegnete Zeit.

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