Worte zum Sonntag: "Ein Wunder namens Israel" - meinanzeiger.de
11. August 2017
Erfurt

Worte zum Sonntag: „Ein Wunder namens Israel“

Das Kirchenjahr nennt Weihnachten und Ostern. Das wissen viele. Heute ist „Israel-Sonntag“, das wissen wenige. Dabei ist der „10. Sonntag nach Trinitatis“ ein besonderer Gedenktag.

Der „Israel-Sonntag“ hat im jüdischen Kalender eine Parallele: Der Tag „Tischa b’Av“ erinnert an die Zerstörung des Tempels in Jerusalem, an Leid und Tod. Nur zu oft war es früher auch die Kirche, die Juden verfolgte oder bei Verfolgung schwieg. Heute haben wir einen anderen Blick auf das jüdische Volk. Und wir sehen noch mehr. Drei Jahre nach dem Holocaust begann 1948 die Geschichte des modernen Staates Israel. Das hatte die UNO am 29. November 1947 beschlossen. So gesehen entstand der Staat an einem einzigen Tag. Hat das der Prophet Jesaja vor langer Zeit geahnt?

„Wer hat solches je gehört? Wer hat solches je gesehen? Ward ein Land an einem Tage geboren? Ist ein Volk auf einmal zur Welt gekommen? Kaum in Wehen, hat Zion schon ihre Kinder geboren.“ (Jes 66,8).
Nun wohnen Juden in einem demokratischen Staat zusammen mit Arabern, Drusen, Tscherkessen und Bahai. Israel setzt Maßstäbe im HighTech-Bereich. Der USB-Stick stammt aus Israel. Prozessoren in unseren Smartphones sind israelische Entwicklungen. In der Altersmedizin ist das Land weltführend. Die Wüsten-Landwirtschaft gleicht einem Wunder. Frieden in Nahost bleibt eine Aufgabe und ein Gebetsanliegen.

Gesegnete Zeit.

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