4. Dezember 2020
Erfurt

Restaurant des Herzens öffnet wieder

Herzenswärme to go - es gibt Essen diesmal nur zum Mitnehmen

Restaurantchefin Jana Keil – natürlich mit Maske – und ihre ­ehrenamtlichen Helfer heißen die Besucher im Restaurant des ­Herzens in der Allerheiligenstraße 10 diesmal auf andere Weise, trotzdem natürlich nicht weniger herzlich ­willkommen. ­Selbstverständlich müssen sich die Besucher beim Essenabholen an ­Abstände und ­Maskenpflicht halten. Foto: Floeckner

Das „Restaurant des Herzens“ öffnet am Nikolaustag seine Türen. Diesmal gibt es das Essen aber nur zum Mitnehmen.

„Wir öffnen unser Restaurant des ­Herzens wie ­gewohnt am Nikolaustag. Für uns stand nie zur Debatte, es nicht zu tun“, verkündet Jana Keil die frohe Botschaft. Auch, wenn diesmal ­alles ­anders und ein riesiger Aufwand nötig sei, um alle Anforderungen zu erfüllen, so die ­Leiterin des Restaurants.

 

Petra Hegt ist Geschäftsführerin der Evangelischen Stadtmission.
Foto. Thomas Abe

„Der grundlegende ­Gedanke – Menschen in ­persönlicher Not und Armut zu helfen – ist dabei natürlich nach wie vor der­selbe“, betont Petra Hegt, ­Geschäfts­führerin der Evangelischen Stadtmission, das Anliegen des Restaurants mit dem großen Herzen, das längst zur Tradition und zur dringenden Notwendigkeit ­geworden ist. Mit dem Essen, das Bedürftige hier erhalten, erfahren sie ebenso ein ­wenig Glück und mensch­liche Wärme. Das ist Nahrung für die Seele – die sei mindestens genauso wichtig wie zu essen, weiß Hegt.
Seit 29 Jahren versorgt die Stadtmission in ­seinem vom 6. Dezember bis zum letzten Freitag ­im Januar ­geöffneten ­Restaurant des Herzens die ­Gäste mit einer warmen Mittagsmahlzeit. „Diesmal ­aber wird es ein Restaurant to go sein“, ­erklärt ­Jana Keil die ­Besonderheit im coronagebeutelten Restaurant-Winter.

 

Punkt 13 Uhr öffnen sich Türen

Die Tür wird um 13 Uhr ­geöffnet. Besucher stellen sich an und erhalten im Raum des Cafés des Herzens ihr ­Essen fertig verpackt in Einweg­geschirr zum Mitnehmen. Dazu gibt es ­Kuchen und für Kinder ­Süßes und kleine ­Geschenke, je nach Spenden. Durch einen anderen Ausgang geht es wieder hinaus.

Zu Heiligabend gibt es Geschenke­tüten, außerdem auch welche ­anstelle der Kinderweihnachtsfeier.
„Es ist sehr schade, dass es das Miteinander im Restaurant diesmal nicht ­geben wird“, ­bedauern Petra Hegt und Jana Keil und versuchen, trotzdem mit den Besuchern liebe Worte zu wechseln und ihnen zu vermitteln, dass sie willkommen sind, auch mit all ihren Sorgen.
Spenden für diese Herzens­sache sind in diesem Jahr ­besonders willkommen, nicht nur Tee, Kaffee oder verpackte Lebensmittel, sondern auch Geld, um die Versorgung zu sichern und das benötigte Einweggeschirr zu kaufen.

Auch interessant