27. April 2021
Erfurt

Stabile Preise und neuer Brennholz-Platz

Klimafreundlicher Energieträger vor der eigenen Haustür

Optimale Bedingungen für jeden Geschmack etwas dabei: Norman Heyer betreut den neuen Brennholzplatz im Forstamt Erfurt-Willrode und bietet verbraucherfreundlich portioniertes Brennholz zum selbst aufarbeiten an. (Foto: Thüringen Forst)

Erfurt. Trotz rasant anziehender Preise für Dachlatten und anderes Nadelschnittholz tendieren die Brennholzpreise bis jetzt stabil, informiert das Forstamt Erfurt-Willrode und bietet jetzt auch einen zentralen Brennholzplatz an.

„Jetzt sind die besten Bedingungen, um den Brennholzvorrat für die nächsten Winter aufzubauen“, sagt Forstamtsleiter Dr. Chris Freise: „Die Laubholzsaison ist abgeschlossen, es gibt ein gutes Angebot bei stabilen Preisen und das Wetter spielt mit angenehmen Temperaturen und offener Witterung auch mit.“ Als besonderen Service für Brennholzinteressenten habe das Forstamt auf einem Teil des Submissionsplatzes bei Egstedt jetzt auch einen zentralen Brennholzplatz eingerichtet. „Das Gelände bietet optimale Arbeitsbedingen und kann ganzjährig genutzt werden“, so der Forstamtsleiter. Das Holz werde dort verbrauchergerecht in Portionen von 5, 10 und 20 Raummetern wie in einem Schaufenster angeboten und falle nach dem Zersägen fast allein auf den Hänger. „Die Wege problemlos mit dem Auto zu befahren“, ergänzt Norman Heyer, der den Brennholzplatz im Forstamt betreut.

Durch die Photosynthese sei Holz ein CO2-neutraler Rohstoff. Bei der Verbrennung werde nur so viel Kohlendioxid frei, wie der Baum zuvor aus der Atmosphäre gebunden hat. Ein Kubikmeter trockenes Holz habe immerhin ungefähr so viel Heizenergie wie 210 Liter Heizöl. „Das Brennholz fällt als Koppelprodukt bei der nachhaltigen Waldpflege an“, erklärt Freise. Es stamme aus Kronenteilen oder Stammabschnitten, die für höherwertige Verwendungen als Schnittholz nicht geeignet seien. Auch Holz aus der Sanierung von Trocken- und Borkenkäferschäden werde auf dem Brennholzplatz angeboten. „Wir nutzen den Brennholzplatz auch, um Holz aus sensiblen Bereichen wie dem Erfurter Steiger schneller abzufahren“, so Freise. Die Wegepflege könne so früher einsetzen und der Wald mache auf Waldbesucher nach Durchforstungen schneller wieder einen aufgeräumten und attraktiven Eindruck. Gleichzeitig könne man auf dem Brennholzplatz ganzjährig einen nachwachsenden Rohstoff unter besten Bedingungen anbieten. Durch den Transport seien die Brennholzpolter zwar etwas teurer, das spare man aber durch die leichtere Aufarbeitung.

Wer es noch preisewerter haben möchte, der kann auch Hiebsreste direkt im Bestand aufarbeiten. Dafür stehen als Ansprechpartner die Revierförster des Forstamtes zur Verfügung. Ihre Kontaktdaten finden sich auf der Homepage (www.thueringenforst.de). Fragen zum Brennholzplatz beantwortet im Forstamt Erfurt-Willrode Norman Heyer (036209 430217 oder forstamt.erfurt-willrode@forst.thueringen.de).

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