27. September 2018
Erfurt

Und danken wir dafür jeden Tag

Worte zum Sonntag

Vielerorts wird in diesen Wochen „Erntedank“ gefeiert, alle Jahre wieder. Mancherorts gibt es weniger Ernte, in diesem Jahr besonders. Schmerzlich, wenn alles Arbeiten und Ackern nicht ausreichend Erträge bringen. Und dennoch: Gibt es am Ende nicht reichlich Grund zum Danken?

Wir leben nicht mehr in Zeiten, da Menschen von der Hand in den Mund lebten, darauf angewiesen waren, dass ihre Äcker er-
trag­reich waren. Missernten nach Kriegen und Unwettern führten rasch zu Hungersnöten. Jeder Mensch kannte die Mühe und wusste etwas vom Segen Gottes. „Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, nach deinem Wohlgefallen.“ (Psalm 145,15-16).

Gehört zum Danken auch das Denken und die Bitte um Verstand angesichts von Verschwendung und Hungersnöten zugleich?  

Im Garten am Haus und in der Parzelle in der Kleingartenanlage ist unmittelbar erkennbar, dass Fleiß und Geduld nötig sind, damit Essen aus der Erde kommt. Der trockene Sommer erinnert daran, es gibt Grenzen des „Immermehr“. Und dennoch: Es ist genug da auf unserer Erde. Kartoffeln und Kohl, Möhren und Äpfel sind Zeichen der Güte Gottes. Ob frisch vom Acker oder gefrostet aus der Truhe, nehmen wir Nahrung als Lebensmittel neu aus der Hand Gottes und danken wir dafür: diesen Sonntag, nächsten Sonntag, jeden Tag.

Gesegnete Zeit

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