27. Januar 2017
Erfurt

Worte zum Sonntag: „Alles begann im Morgenland“

Mit „Mariä Lichtmess“ endet am 2. Februar der Weihnachtsfestkreis. Lichtmess ist die Erinnerung an die nach biblischer Vorschrift erfolgte Weihe des Neugeborenen im Tempel. So waren auch Maria und Josef nach Jerusalem gekommen. In vielen Kirchen werden an dem Tag die Kerzen für das Jahr geweiht.

Wir schauen noch einmal zurück auf die Krippe, die Hirten und die Weisen aus dem Morgenland. Es waren Sternkundige aus dem Land an Euphrat und Tigris. Heute sehen wir aus dem Blick Europas den Nahen Osten als das Morgenland, auch Bethlehem und Jerusalem. Das Morgenland beflügelte immer schon die Fantasie: exotische Ge­würze, geheimnisvolle Orte und der sagenumwobene Harem.

Doch das Morgenland ist mehr. Es heißt im Latei­- nischen „ex oriente lux“ - aus dem Osten kommt Licht. Das Wort benennt zunächst nur den Sonnen- aufgang. In der christlichen Tradition wurde es in Verbindung mit dem Glauben an Jesus ein Hinweis auf den Ursprung.

Licht soll aus der Finster- nis hervorleuchten, Gott hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass die Erleuchtung entstünde zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi. (2. Korinther 4,6). Christus will mit seinem Licht die Welt erleuchten und in unserem Leben sichtbar werden. Sein Licht will unsere dunklen Zeiten schwerer Krankheit und persönlicher Krisen erhellen und zei- gen: Jesus ist da.

Gesegnete Zeit.

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