6. Januar 2017
Erfurt

Worte zum Sonntag: „Mit gelebter Nachfreunde in die Zukunft“

Vorfreude ist die schönste Freude. Vorfreude ist unser Hoffen auf frohe Feiertage oder eine lang ersehnte Begegnung. Und die Nachfreude? Was bleibt von den vergangenen Weihnachtstagen? Vielleicht klingen nette Erinnerungen nach und bleiben Fotos der Zeit von Advent bis Dreikönigstag. Das war dann alles? Oder bleibt eine Nachfreude als Lebensgrundlage für das noch neue Jahr?


Die Worte der Weihnachtsbotschaft können und sollen bleiben. Der Engel sprach zu den Hirten auf dem Felde und allen Menschen auf der Erde: „Siehe, ich verkündige euch große Freude.“ Jesus ist in unsere Welt gekom- men, um bei uns zu sein und zu bleiben. Das ist der Grund einer Freude, die trägt. Das ist die Kraft einer Freude, die durch dunkle Lebenswolken getrübt, aber nicht zerstört werden kann. Solche ­Freude ist mehr als Spaß und Gelächter. Begegnen uns nicht Menschen, die wenig zum Lachen haben und doch mit einem Lächeln viel Schweres durchmachen und ihr Schicksal tragen? Solche Freude kommt aus Gelassenheit und ­Gottvertrauen.

Nach Krieg und Gefangenschaft feierten in biblischen Zeiten die Einwohner von Jerusalem den Wiederauf- bau. Noch mit Tränen in den Augen hörten sie den Zuspruch: „Seid nicht be- kümmert, denn die Freudeam Herrn ist eure Stärke.“ (Nehemia 8,10c). So können wir aus der Nachfreude leben und in Vorfreude in die Zeit gehen, die uns ent- gegenkommt.

Gesegnete Zeit.

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