2. Juli 2019
Gera

Bienenweide angelegt

Gesagt - getan

Erstes Bienenweideprojekt des Vereines „Kinder Bewegen“ e. V. wurde noch pünktlich zum Ende Juni umgesetzt! Die Vereinskinder Ulysses, Amadea, Ivo, Lilli, Aurélie, Eva, Tabea, Fenja, Tarek und Lena – ebenso allesamt Schüler der Musikschule „Heinrich Schütz“ Gera, pflanzten entlang des angelegten Holztrittpfades über die Wiese zur Teichanlage wegbegleitend bienenfreundliche Stauden wie Schafgarbe, Lavendel, Margeriten, Akelei, Bohnenkraut, Thymian und Vieles mehr. Eine Fläche von 100m² wurde mit in neu aufgebrachtem Erdreich eingemischter Bienenweidesaat auf den gestalteten Außenanlagen des privaten Grundstückes der Frau Dr. A. Masri-Zada angelegt, vorbereitet durch die Außenanlagenfirma „Der Grünmacher“ – Inhaber Marco Geelhaar, ebenfalls wurde ein kleiner Teich gebaut, denn auch Wasser im Lebensraum der Bienen ist sehr wichtig! Eine runde Sache im Ganzen! Es ist gar nicht so leicht, man muß sich schon belesen, nachdenken und informieren! Wer hätte gedacht, daß die meisten Balkonpflanzen völlig nutzlos für Bienen und Insekten sind? Ebenso gefüllte Rosen oder gar Dahlien – sie alle bieten für die Bienen keinen „reich gedeckten Tisch“! Wer bienenfreundlich seine Balkonkästen und seinen Garten gestalten möchte, dem sei der Bienenweidekatalog „Verbesserung der Bienenweide und des Artenreichtums“ herausgegeben vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg – online aufrufbar, wärmstens empfohlen! Dort kann jeder genau nachlesen, welche Pflanzen für welche Böden am geeignetsten sind, was private Grundstückeigentümer verbessern können in der Garten- und Grünflächengestaltung, Bauern und auch öffentliche Grünämter! Der Verein „Kinder Bewegen“ e. V. hat den Kontakt zum städtischen Grünpflegeamt Gera aufgenommen, bezüglich weiterer, gemeinsamer Bienenweide-Projekte und nutzbarer Flächen für Bienenweidengestaltung! Die städtischen Grünpfleger in Gera haben bereits in vergangener Zeit schon vorbildlich ihre Mahdzeiten eingeschränkt, man sieht bereits viele Wiesenbereiche, die nicht mehr als zweimal gemäht werden, auf aufwendige Wechselbepflanzungen wird ebenso verzichtet! Vorbildlich mit bienen-/insektenfreundlichen Pflanzen wie Schafgarbe und anderen Stauden gestaltet ist zum Beispiel der untere Ausgang der Amthorstraße. Die Pflanzkübel der Bielitzstraße beherbergen Lavendel! Es gilt aber auch hierbei Einiges zu berücksichtigen, Kies zwischen den Stauden verhindert/erschwert das Ansiedeln von Wildbienen/Hummeln, die den Kontakt zum Erdreich benötigen! Wiesen, die im Wachstum lang genug sind, bleiben auch bei Trockenheit lange grün und bieten dem Boden ausreichend Schutz gegen Austrocknung! Angesichts aktueller trockener Großwetterlage sollte auf eine Mahd jeglicher Grünflächen sinnvoll verzichtet werden! „Wir müssen mehr an die Bienen denken!“ so Ulysses beim Pflanzen einer Schafgarbe, „Ja – und eine Wiese soll auch ein Platz für Heuschrecken und Käfer sein, die sind Klasse!“ so Eva! „ Im Juli und August hungern die Bienenvölker oftmals, denn die Baumblüte ist weitgehend abgeschlossen und die Bienen sind auf die Blühpflanzen der Wiesen angewiesen“ weiß Gymnasiastin Lena! Im August spätestens wird diese neu angelegte Wiese Ihren Beitrag gegen das Hungern des kleinen Hummelvolkes auf dem Grundstück leisten, welches sich in einem Vogelhäuschen angesiedelt hat! Beim Anwässern aus der eigens dafür gebauten Regenwasserzisterne hatten alle Kinder nach getaner Arbeit ihren besonderen Spaß und alle freuen sich schon auf das nächste Projekt: eine Bienenweide am Biermannplatz! Hierfür werden Sponsoren, für das vorbereitende Abtragen der Grasnarbe im Herbst und den Kauf von bienenfreundlichem Saatgut und Stauden gesucht! Im Frühjahr werden dann wieder Kinder die Fläche persönlich einfassen und bepflanzen! Gemeinsam kann jeder etwas bewirken und viele kleine Projekte ergeben etwas Großes!

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