3. Juni 2021
Gera

Burg Posterstein öffnet wieder nach 215 Tagen Lockdown

Blick in die Postersteiner Ausstellung. (Foto: Museum Burg Posterstein)

Das Museum Burg Posterstein öffnet ab Sonntag, 6. Juni 2021, 13 Uhr, nach 215 Tagen pandemiebedingter Schließzeit wieder zu den normalen Öffnungszeiten. Ab Sonntag ist auch die neue Ausstellung #GartenEinsichten „Wie der Garten, so der Gärtner“ – Gartenkultur als Spiegel der Gesellschaft zu sehen.

Die Sonderschau ist Teil der Ausstellungsreihe „Grünes im Quadrat – Historische Gärten im Altenburger Land“, zu der auch die thematisch passenden Ausstellungen des Residenzschlosses Altenburg, des Lindenau-Museums und des Naturkundemuseums Mauritianum gehören. Zur Ausstellungsreihe gibt es die Mitmach-Aktion #GartenEinsichten, zu der alle herzlich eingeladen sind.

Tage zählen im Lockdown – aber alles andere als Stillstand

Seit das Museum am 2. November 2020 in den zweiten pandemiebedingten Lockdown gehen musste, zählte das Museumsteam die Schließtage in täglichen Posts auf Twitter und Facebook. An jedem Tag gab es eine kleine, unterhaltsame Information aus dem Museumsalltag, zu den Ausstellungen und aktuellen Forschungen. Im Laufe der Schließzeit präsentierte das Museum Burg Posterstein – unter anderem – seine erste digitale Weihnachtskrippenausstellung, überarbeite seine nun barrierefreie Website, produzierte Videos, startete den Museumspodcast „LeseZEIT auf Burg Posterstein, stellte eine interaktive digitale Kinderburg-Anwendung vor, gab das Kinderbuch „Ritter und Burgdamen ganz privat!“ heraus, referierte bei Konferenzen und Weiterbildungen im Museumsbereich über sein digitales Konzept, unterstützte die Vorbereitung von „Fliegenden Salon“-Veranstaltungen, bereitete die neue Sonderschau #GartenEinsichten vor und rief die Mitmach-Aktion #GartenEinsichten ins Leben, die wöchentlich ausgewertet wird.

Die Mitmach-Aktion #GartenEinsichten

Jeder hat eine Meinung zu Gärten und Parks. Private Gärten – ob Schrebergarten, Bauerngarten, Balkongarten oder Mini-Garten auf dem Fensterstock – verraten viel über die Persönlichkeit des Gärtners. Gärten waren schon immer auch ein Spiegel der Gesellschaft, an dem sich auch gesellschaftliche Umbrüche und Veränderungen ablesen lassen. Deshalb schlägt die Postersteiner Gartenausstellung wie auch die Mitmach-Aktion #GartenEinsichten den Bogen von der Geschichte ins Heute und in die Zukunft. Wir wollen von Ihnen wissen: Was bedeutet Ihnen ein Spaziergang im Park? Was bedeutet Gärtnern für Ihren Alltag? Wie sieht für Sie der Garten der Zukunft aus?

Unter Leitung des Museums Burg Posterstein laden die vier Museen alle Bürger dazu ein, ihre Gedanken über Gärten zu teilen. Dabei kann es sich um Fotos vom Lieblingsgarten oder von einem öffentlichen Park handeln, die man unter dem Hashtag #GartenEinsichten in den sozialen Netzwerken teilt. Oder man schickt den Museen per Online-Formular seine Antwort auf die oben gestellten Fragen.

Alle Meinungen, die über das Formular und den Hashtag #GartenEinsichten eingehen, wertet das Museum Burg Posterstein wöchentlich auf seiner Website aus. Bisher sind knapp 500 Bilder auf Instagram, fast 400 Tweets, über 100 Facebook-Posts, 5 Videos, 3 Blogposts und zahlreiche Formular-Antworten zusammengekommen. Ausgewählte Beiträge zeigt das Museum Burg Posterstein auf einem Bildschirm in der Ausstellung #GartenEinsichten “Wie der Gärtner, so der Garten”.

Die Mitmach-Aktion #GartenEinsichten läuft über die gesamte Dauer der Ausstellungszeit und alle sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen und durch ihre Sicht auf Gärten und das Gärtnern die Ausstellungen zu bereichern.

Alle Infos zur Teilnahme und die aktuelle Auswertung finden Sie auf der Website des Museums Burg Posterstein: https://www.burg-posterstein.de/garteneinsichten/

Die Ausstellung #GartenEinsichten „Wie der Garten, so der Gärtner“ – Gartenkultur als Spiegel der Gesellschaft

Die Sonderschau schlägt einen thematischen Bogen von den verschiedenen Gartentypen vom Mittelalter bis ins Heute. Ein besonderes Augenmerk liegt aber auf zwei Gartenformen, die das Altenburger Land besonders geprägt haben: Die Gärten der historischen Rittergüter und die für die Region typischen Bauerngärten.

Anhand von historischen Vermessungskarten, die um 1800 entstanden, kann der Besucher einiges über die Geschichte und die längst vergangene Pracht der Gärten und Parks ehemaliger Rittergüter erfahren. Heute ist kaum zu glauben, dass dort Gartengestaltungen mit Grotten, Wasserkünsten oder Gebäude- und Figurenensembles, die einen Hauch von Antike verbreiteten, existierten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf historischen, noch erhaltenen Bauerngärten. Sie prägen bis heute das Altenburger Land.

Instagramer aus der Region zeigen in Fotos ihren Blickwinkel auf die historischen Gärten. Manche dieser Gärten sind noch heute prachtvoll, andere kaum noch als solche erkennbar. Die in der Ausstellung vorgestellten Rittergutsgärten sind auf der Webseite des Museums auf einer Karte markiert und somit für jedermann zu finden. Dadurch können sie eigenständig, zumindest von außen erkundet werden.

Die Ausstellung will zum Nachdenken und zur Diskussion anregen über den Garten als Element unserer Landschaft und über die Frage, wie wir unsere Orte nachhaltig gestalten. Über die Mitmach-Aktion #GartenEinsichten bekommt jeder die Chance, an dieser Diskussion teilzuhaben.

Die Ausstellungsreihe Grünes im Quadrat – Historische Gärten im Altenburger Land

Die Ausstellung ist Teil einer gemeinsamen Ausstellungsreihe “Grünes im Quadrat – Historische Gärten im Altenburger Land” zum Thema Gärten der vier Museen im Altenburger Land. Mit dabei: Lindenau-Museum Altenburg, Residenzschloss Altenburg, Naturkunde-Museum Mauritianum und Museum Burg Posterstein. Gezeigt werden vier Ausstellungen zum Thema Gärten im Altenburger Land.

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