6. Oktober 2017
Gera

Die Dollar-Hegemonie ist die größere Gefahr für die Menschheit

Wir müssen möglicherweise sehr viel schneller begreifen.

“Wir stehen vor Herausforderungen, um die wir uns schon lange hätten kümmern müssen, wie zum Beispiel Nordkorea, Iran, Afghanistan, ISIS und die revisionistischen Mächte, die unsere Interessen überall auf der Welt bedrohen” so Donald Trump.

Gemeint sind dann wohl auch China und Russland.

Der ehemalige Pentagon-Chef William Perry machte deutlich, dass von Nordkorea kein Angriff zu erwarten ist. Wenn das aber stimmt und von Nordkorea kein Angriff zu erwarten ist, sofern man das Land in Ruhe lässt, es nicht in die Enge drängt oder zum Krieg provoziert, dann muss man sich die Frage stellen: Warum gibt es aktuell diesen massiven militärischen US-Aufmarsch in Südkorea?

Gehen die USA davon aus Nordkorea doch noch dazu zu bewegen, sein Atomwaffenprogramm aufzugeben, oder ist es wahrscheinlicher, dass sich der
Aufmarsch vordergründig gegen Nord-Korea richtet, tatsächlich aber China
getroffen werden soll.

In den letzten dreißig Jahren haben wir alle eine rigorose Verteidigung des Petrodollars als alleiniger Handelswährung für Erdöl erleben können. Mit welchen Mitteln, das zeigen die Beispiele aus den Ländern, die Erdöl auch gegen andere Währungen verkaufen wollten oder dies immer noch tun: Irak, Iran, Libyen, Venezuela. Wer sich der Dollar-Hegemonie entgegenstellt, lebt
gefährlich und meist nicht sehr lange.

Der chinesische Versuch, die Dominanz des Dollars zu brechen, wird von einem Erdölimporteur und von einem Land auf Augenhöhe gebracht, welches die Großmacht USA nicht so einfach disziplinieren kann. China handelt nicht aus wirtschaftlicher Not, sondern verfolgt eine eigene Strategie. China verfügt über riesige Reserven in Dollar und könnte damit über Jahre hinweg alles Finanzieren, aber es will den Yuan zu einer globalen Währung ausbauen.

Wer den Globus kennt, weiß das China umgeben ist von Ländern wie Russland, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan und etwas weiter von Indien und Pakistan mit zusammen drei Mrd. Menschen. Menschen die rund 42 Prozent der Weltbevölkerung ausmacht und diese Länder sind am Yuan als Handelswährung Interessiert. 

Auch für uns in Europa dürfte ein goldgedeckter Yuan attraktiver sein als einem Dollar, dessen Vertrauen im Westen nur noch von der US-Militärmacht aufrechterhalten wird.

Präsident Putin machte es zum Gipfel im chinesischen Xiamen klar:
„Wir sind bereit, mit unseren Partnern zusammenzuarbeiten, internationale Finanzreformen voranzutreiben und die übertriebene Dominanz einer
beschränkten Anzahl von Reservewährungen zu überwinden.“


Sind das nicht nette diplomatische Worte für die Dollar Herrschaft, die immer wieder zu Kriegen, einigen Regimewechsel und wiederholten Schulden- und Finanzkriesen führte?

Doch die USA scheinen sich auf alles vorzubereiten. Für Donald Trump liegen alle Optionen auf dem Tisch. Bereits am 15. September 2016 wurde ein Treffen der US-Militärspitze bekannt, an dem zu Händen des Senats die Siegeschancen in einem großen Krieg gegen China und Russland, also in einem Dritten Weltkrieg diskutiert wurden.
Bericht auf New Eastern Outlook

Dieses zeigt doch auf, dass sich die USA in ihrer Existenz bedroht fühlen und offenbar bereit sind, auch die allerletzten Optionen in Betracht zu ziehen.
Erhaltung der US militärischen Überlegenheit

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