16. Juli 2020
Thüringen

Mein Museum: Geraer Bimmelgeschichten

Die Straßenbahn blickt in der Dix-Stadt bereits auf eine lange Tradition zurück. Im Museum bleibt ihre Geschichte lebendig.

Straßenbahn

Der historische Wagennachbau wie 1927 – für Besucher zum Hineinsetzen. Fotos: Sandra Rosenkranz

Klaus Doller, Gründer und Einrichter des Straßenbahnmuseums, gibt einen kleinen Einblick.

Was gibt es ­„Musehenswertes“?
Es ist ein kleines Museum, aber es gibt eine Menge zu ­sehen: Die Generationen der Entwerter von den 60er-
­Jahren bis heute, Fahrkarten und Fahrpläne, Wagen, Schalteinrichtungen, Schienenprofile, Schienen, historische Fahrscheinautomaten, Schaffneruniformen, viele Fotos und Originalteile.

Woran führt kein Weg ­vorbei?
An der Bilderwand des Güterverkehrs muss man immer vorbei, wenn man in die ­Geraer Bimmelgeschichten eintauchen möchte.

Museum zum Anfassen:
Es gibt unterschiedliche historische Module zum Anfassen. Highlight ist sicher der Nachbau eines Wagens gemäß Baujahr 1927, in den sich die ­Besucher hineinsetzen können. Das Original wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Ihr liebstes Stück?
Das ist der offene Wagen hier in der Abstellhalle, Baujahr 1905. Es ist der älteste Wagen.

Sind auch Kinder hier­ ­museumsreif?
Ja, Kinder werden auch mit in die Werkstatt genommen.

Museums-Rundgang:
Für einen Besuch sollte man etwa eine Stunde einplanen. Eine komplette Betriebshofführung, in die der Museumsrundgang integriert sein kann, dauert bis zu zwei Stunden.

Museum zum Mitnehmen:
Die Chronik „100 Jahre ­Geraer Straßenbahn“ beispielsweise und Fanartikel ­erhält man im Kundenservice der Geraer Verkehrsbetriebe, Heinrichstraße 35, direkt an der zentralen Umsteigestelle Heinrichstraße.

Das muss gesagt werden:
Nach Anmeldung wird für Gruppen, möglichst ab 15 Personen, gern ein Rundgang durch die kleine Ausstellung organisiert. Es wird auch ein Unkostenbeitrag von zwei Euro pro Person – für Kinder ist es kostenlos – erhoben, aber ­dieser dient dem Erhalt der Straßenbahnhistorik in Gera.

 

Zur Sache

Straßenbahnmuseum Gera
GVB Verkehrs- und ­Betriebsgesellschaft Gera mbH
Zoitzbergstraße 3
07 551 Gera

Führungen durch das ­Museum nur nach vorheriger Anmeldung im Rahmen von Betriebshofführungen. Das Gelände der Verkehrs- und Betriebsgesellschaft Gera vereint neben dem Museum, Werkstätten und Leitzentrale, Verwaltung und Fahrzeugdepot.

Kontakt:
Telefon: 03 65 / 73 90 - 311
E-Mail: info@gvbgera.de

www.gvbgera.de/gvb-extras/betriebshofbesichtigung und
www.gvbgera.de/gvb-extras/strassenbahnmuseum

Notiert von Sandra Rosenkranz

 

 

Die Uniform eines Schaffners der Geraer Straßenbahn.

Historische Entwerter und Fahrscheinautomaten aus den letzten 50 Jahren stehen im Museum.
Funkgerät in einem Triebwagen ab 1972.

Erster Triebwagen in Gera 1951: jetzt als Eingangstür eingebaut für das kleine Straßenbahnmuseum.
Klaus Doller

 

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