22. April 2021
Gera

IHK zeichnet Spielkartenfabrik Altenburg als „TOP-Ausbildungsunternehmen“ aus

Vizepräsidentin Christine Büring gratuliert dem traditionsreichen Unternehmen zur Auszeichnung

Tina Troppmann hat nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau in 2019 ein duales Studium aufgenommen. (Foto: Altenburger Spielkartenfabrik GmbH)

IHK-Vizepräsidentin Christine Büring (Foto rechts) gratulierte Geschäftsführer Stefan Luther. (Foto: IHK)

Den Titel „TOP-Ausbildungsunternehmen 2021 des Altenburger Lands“, darf ab sofort die Spielkartenfabrik Altenburg tragen. Diese Auszeichnung der IHK Ostthüringen würdigt die herausragende Nachwuchsarbeit dieser 100-prozentigen Tochtergesellschaft der internationalen Cartamundi-Gruppe.

IHK-Vizepräsidentin Christine Büring gratulierte Geschäftsführer Stefan Luther und dankte für die Weitsicht, vielen jungen Leuten eine Ausbildung unter besten Bedingungen zu bieten. „Für die Zukunft unseres Unternehmens ist das außerordentlich wichtig. Deshalb freuen wir uns sehr über die Auszeichnung. Das beweist, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden“, erklärt Stefan Luther

Derzeit werden in dem über 300 Mitarbeiter zählenden Unternehmen zehn junge Leute in sieben verschiedenen attraktiven Berufen ausgebildet, so als Kaufmann im E-Commerce, Mediengestalter und Packmitteltechnologe. Insgesamt werden neun verschiedene Berufe zur Ausbildung angeboten. Für das neue Ausbildungsjahr werden wieder fünf Bewerber im kaufmännischen und gewerblichen Bereich gesucht. Ziel ist, alle Auszubildenden mit erfolgreichem Abschluss langfristig ins Unternehmen einzubinden und ihnen Weiterbildungsangebote zu unterbreiten.

Über Kooperationen mit Schulen der Region frühzeitig Kontakte zu potenziellen Auszubildenden zu knüpfen, gehört ebenfalls zur Firmenstrategie. „Als besten Weg für uns sehen wir die Schülerpraktika ab der 8. Klasse sowie die Projekttage des IHK-Schülercolleges „on tour“, betont Ausbildungsbeauftragte Christina Kertscher. Die jungen Leute können so vor der endgültigen Wahl in der Praxis erfahren, was sich hinter dem Beruf eigentlich alles verbirgt. Da der durch Corona bedingte Ausfall der Bildungsmessen den Kontakt mit Interessenten verhindert, nutzt die Spielkatenfabrik auch die Möglichkeit der Werbung im Logbuch, ein spezielles Hausaufgabenheft der Erich-Mäder-Schule. Relativ neu ist das Engagement im 2017 gestarteten IHK-Projekt „Ausbildungsbotschafter“. Azubis des Unternehmens werden an die Schulen gehen, da sie am besten verstehen, welche Fragen Schüler bei der Entscheidung für einen Beruf beschäftigen.

Ebenso werden die Azubis aus den höheren Ausbildungsjahren integriert, wenn es darum geht, Neulingen zu einem schnellen „Start in den Beruf“ zu verhelfen. Auszubildende mit Migrationshintergrund werden vom Team genauso mitgenommen wie Auszubildende mit einem Handicap. Mit Herzblut dabei sind auch die neun Ausbilder des Unternehmens, von denen sich drei erst 2020 auf eigenen Wunsch „auf die Schulbank setzten“ und ihren Ausbilderschein erwarben.

Sehr eng ist die Zusammenarbeit mit dem Ostthüringer Ausbildungsverbund, wodurch die Auszubildenden auch Ergänzungslehrgänge nutzen können. Zusätzlich profitieren die Jugendlichen von internen Schulungsmöglichkeiten wie u.a. der Bereitstellung der Sprachlern-App Babbel, da Englischkenntnisse in dem international agierenden Unternehmen sehr wichtig sind. Übernachtungskosten für die Lehrgänge werden ebenso übernommen wie die Erstausstattung mit Schulbüchern.

Wie Christina Kertscher betont, stärkt die Einbindung in kulturelle und sportliche Aktivitäten den Teamgeist. Fußballturniere, Ice Cream Day, Skatmarathon, das Grillfest sowie gemeinsam organisierte Projekte tragen zum schnellen Kennenlernen untereinander bei.

Seit dem vergangenen Jahr wurden in Windeseile digitale Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten für Beschäftigte geschaffen und so auch Messen abgehalten.

Die Spielkartenfabrik Altenburg GmbH kann mit einem Umsatz von über 44 Millionen Euro sowie einem Mengenrekord von mehr als 14 Millionen produzierten Schachtelspielen und knapp 40 Millionen Kartendecks auf ein erfolgreiches Jahr 2020 zurückblicken.

Weitere Informationen zu den TOP-Ausbildungsunternehmen in den Ostthüringer Regionen: www.gera.ihk.de/top-ausbildungsunternehmen.

Hintergrund

Seit 2019 zeichnet die IHK jährlich in allen Ostthüringer Landkreisen sowie den kreisfreien Städten Jena und Gera jeweils ein Unternehmen als „TOP-Ausbildungsunternehmen“ aus. Diese engagieren sich vorbildlich für Berufsorientierung, Berufsausbildung und Fachkräfteentwicklung junger Menschen. TOP-Ausbildungsbetrieb des Landkreises Altenburger Land 2020 war die DZA Druckerei zu Altenburg GmbH.

 

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