Kieferorthopädische Frühbehandlung als Prophylaxe für die Gebissentwicklung - meinanzeiger.de
15. September 2015
Gera

Kieferorthopädische Frühbehandlung als Prophylaxe für die Gebissentwicklung

An die Kleinen gedacht
Kieferorthopädische Frühbehandlung als Prophylaxe für die Gebissentwicklung

In der Regel wird bei einem Kind eine erforderliche kieferorthopädische
Behandlung zu Beginn des späten Wechselgebisses etwa im Alter zwischen
dem neunten bis elften Lebensjahr vor dem pubertären Wachstumsschub
begonnen.

Entscheidend für den Zeitpunkt sind die Schwere und die Art der Fehlentwicklung.

Warum eine Frühbehandlung?
Ein früher Behandlungsbeginn ist bei vielen Zahnstellungsfehlern sinnvoll, da
sehr zeitig auf das Wachstum der Kiefer Einfluss genommen wird.
Kieferfehlbildungen können dabei schon vollständig oder teilweise korrigiert
werden. Die Behandlungsmittel sind einfach, deshalb leicht zu tragen und die Behandlungszeit ist relativ kurz.

Eine kieferorthopädische Frühbehandlung sollte zwischen dem vierten bis
achten Lebensjahr eingeleitet werden.

Das Ziel der Frühbehandlung ist die Ausschaltung oder Minimierung von
Unregelmäßigkeiten, die sich wachstumsstörend auf Kiefer und umliegendes Gewebe auswirken können.

Es wird somit eine gute Basis für die Entwicklung des bleibenden Gebisses hergestellt.

Eine später weiterführende kieferorthopädische Therapie ist danach auch möglicherweise einfacher zu gestalten.

Welche Fehlbildungen oder schlechte Angewohnheiten sollten frühzeitig
behandelt werden?

Schlechte Angewohnheiten (Habits), die zu Fehlstellungen der Zähne
und Fehlentwicklungen der Kiefer führen können, sind unter anderem
Lutschunarten
• Lippenbeißen und -pressen
• Wangenbeißen und -saugen
• Zungenpressen
• Sprechstörungen
• ausgeprägte Mundatmung

Ein Teil der Fehlentwicklungen lässt sich durch das Abgewöhnen dieser
schädigenden Angewohnheiten beheben.

Hier kommen unter anderem kleinere orthodontische Hilfsmittel zum
Einsatz.

Zu den Fehlbildungen der Kiefer, die rechtzeitig behandelt werden sollten,
zählen

• der Vorbiss des Unterkiefers (auch umgekehrter Überbiss der
Schneidezähne)
• der extreme Rückbiss des Unterkiefers
• falsch verzahnte Zähne im Frontund Seitezahnbereich
(Kreuzbiss).
Individuell angepasste Zahnspangen finden hier Anwendung.

Bei den zuletzt genannten Fehlbildungen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die gesamten Behandlungskosten der Frühbehandlung.

Quelle:
Dr.med. Petra Groß
Fachärztin für Kieferorthopädie
Talstaraße 29
07545 Gera
Tel. 0365/ 800 33 63

www.kieferorthopaedie-gera.de

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