28. Juli 2019
Gera

Mein Museum: Rund ums Wollhaarnashorn im Naturkundemuseum Gera

Vielfalt vom Dach bis zum Höhler - Der Besucher entdeckt auf kurzem Weg Ostthüringen

Was gibt‘s Musehenswertes?
Schon allein das Haus ist sehenswert, denn das Natur­kundemuseum befindet sich im ältesten erhaltenen Haus der Geraer Altstadt. Es steht unter Denkmalschutz. Bei uns können die Besuchern Mineralien aus Thüringen, Deutschland und der Welt bestaunen.
Zur Dauerausstellung gehört die Tier- und Pflanzengesellschaft in Thüringen. Durch die lange Sammlungstätigkeit des Museums finden die Besucher hier sogar auch Tiere, die mittlerweile in Thüringen ausgestorben sind, zum Beispiel die Flussperlmuschel oder der Feldhamster.
In den Räumen kann sich der Besucher in zehn Ausstellungen informieren. Außerdem gibt es einen Botanischen Garten, etwa 300 Meter von hier entfernt.

Woran führt kein Weg vorbei?
Am Wollhaarnashorn. Das Fossil hat man in Bad Köstritz geborgen und der Nachbau wurde vor Jahrzehnten angefertigt.

Außer der Reihe:
Durch die Nähe zu entsprechenden Fundstellen haben wir die Möglichkeit, Erstfunde von Fossilien zu lagern und zu zeigen. Über das Jahr präsentieren wir unterschiedliche Sonderausstellungen.

Ihr liebstes Stück?
Die Lithografie Ernst Haeckels mit seiner Signatur, die durchaus noch zu lesen ist, und mit der Widmung, die noch zu erahnen ist. Es ist eine Schenkung von Dr. Edgar Becker aus Jena.

Sind auch Kinder hier museumsreif?

Wir haben extra einen Museumspädagogen, der für Kinder Veranstaltungen zum ­Mitmachen entwirft und organisiert. Es gibt außerdem das Kinderkabinett „Schwalbennest“. In diesem dürfen ausgewählte Präparate angefasst werden. Und letztlich können Kinder ihren ­Geburtstag bei uns im Museum feiern.

Museums-Rundgang:
Zwei Stunden sollte man einplanen, wenn man vom Höhler bis zum Barocksaal im zweiten Obergeschoss alles besichtigen möchte, inklusive der Sonderausstellungen.

Museum zum Mitnehmen:
Es gibt Bücher, unter anderem ein Buch von Ernst ­Haeckel und die „Grüne Reihe“. Sie wird alle zwei Jahre ­aufgelegt. Oder das Buch „Ernst ­Haeckel als Erzieher“ von Arnold Dodel. Aber auch Mineralien können als Erinnerungsstücke erworben werden.

Das muss gesagt werden:
Unser Konzept stammt aus den 1980er-Jahren. Wir haben zum Beispiel Thüringer Landschaft aus dem botanischen Garten übernommen und gestaltet. Das gibt es in dieser Fülle in Deutschland sicher kein zweites Mal. Dieses Konzept wurde zuerst im botanischen Garten in den 1920er-Jahren verwirklicht und später ins Museum übertragen.


Kontakt, Adresse und Öffnungszeiten:
Museum für Naturkunde Gera
Nicolaiberg 3
07545 Gera

Öffnungszeiten:  Mittwoch bis Sonntagund an Feiertagen von 12 bis 17 Uhr

Telefon 03 65 / 5 20 03
E-Mail: museum.fuer.naturkunde@gera.de

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