11. Dezember 2020
Gera

Serienbrandstifter in Gera erneut verurteilt

Erfolg für Arbeitsgruppe "Lost Places"

Ein 30-jähriger Serienbrandstifter wurde in Gera bereits zum zweiten Mal zu einer Haftstrafe verurteilt. (Symbolbild: Pixabay)

Gera (ots). Am gestrigen Donnerstag (10.12.2020) wurde ein 30-jähriger Serienbrandstifter bereits zum zweiten Mal zu einer Haftstrafe verurteilt. Neun Monaten Haft ohne Bewährung lautete das gestrige, noch nicht rechtskräftige Urteil gegen den Mann.
Verhandelt wurde eine Brandserie aus dem Jahre 2017. Hier hatte der Angeklagte im Geraer Stadtteil Debschwitz, trotz zwischenzeitlicher Polizeikontrolle, mehrere Müllcontainer und Verpackungsreste in einem Hausdurchgang in Brand gesetzt. Die Arbeitsgruppe „Lost Places“ der Kripo Gera hatte sich auch diesem Alt-Fall angenommen und weitere Beweise zusammengetragen. Im Zuge dieser Ermittlungen wurde der 30-Jährige dieses Jahr im August festgenommen und kam in Untersuchungshaft.

Hierzu berichtete die Landespolizeiinspektion Gera am 14.08.2020:

Durchsuchung endet mit Überführung in JVA

Gera: Die mit der Aufklärung von Branddelikten beauftragte AG „Lost Places“ der Kriminalpolizei Gera konnte am gestrigen Tag (13.08.2020), nach umfangreichen Ermittlungen, mehrere Durchsuchungsbeschlüsse realisieren sowie einen Haftbefehl vollstrecken. Die Maßnahmen richteten sich gegen einen 30-jährigen Mann, wegen des Verdachtes der vorsätzlichen Brandstiftung sowie gegen dessen 28-jährigen Mitbewohner, wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Beide Tatverdächtige konnten im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahmen angetroffen und vorläufig festgenommen werden. In der Wohnung der beiden Männer wurden weiterhin 127g Marihuana, Bargeld und diverse Betäubungsmittelutensilien, welche den Verdacht des Handeltreibens mit Drogen erhärteten, aufgefunden werden. Alle Beweismittel wurden in der Folge beschlagnahmt. Ein Haftrichter ordnete noch am selben Tag (13.08.2020) die Untersuchungshaft für den 30-Jährige an, der hinreichend verdächtig ist, mehrere Brände im Stadtgebiet vorsätzlich gelegt zu haben. Sein 28-jähriger Mitbewohner wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die Ermittlungen der AG „Lost Places“ sind bis dato noch nicht abgeschlossen und dauern weiterhin an. Demzufolge werden aktuell keine näheren Auskünfte zu den noch laufenden Verfahren erteilt. (PS)“!

Die Festnahme führte daraufhin zur Anklage beim Amtsgericht Gera und fortfolgend zum o.g. Urteil.

Bereits im Oktober 2020 war der 30-Jährige wegen einer weiteren Brandstiftung an einem Transporter im gleichen Stadtteil im Dezember 2019 zu einer 14 Monatigen Haftstrafe verurteilt worden.

Hierzu berichtete die LPI Gera am 03.12.2019:

29-Jähriger wurde festgenommen

Gera In der Nacht des 02.12.2019 rückten Polizei und Feuerwehr zu zwei Bränden in Gera-Debschwitz aus. Zum einen brannten gegen 01:00 Uhr in der Fröbelstraße zwei Altkleidercontainer, zum anderen wurde in der Debschwitzer Straße die Stoßstange eines Kleintransporters der Marke Renault Master in Brand gesetzt. Im Zuge der Ermittlungen, insbesondere aufgrund von Zeugenaussagen, konnte ein 29-jähriger Mann als Täter der Brände identifiziert werden. Er wurde noch in Tatortnähe (Debschwitzer Straße) von Polizeibeamten angetroffen, in Gewahrsam genommen und im Nachgang, aufgrund der Ermittlungen, vorläufig festgenommen. Die Polizei leitete folglich gegen den mit über 1,4 Promille alkoholisierten Mann entsprechende Ermittlungsverfahren ein. Glücklicherweise konnten beide Feuer gelöscht werden. Personen kamen nicht zu Schaden. Der 29-jährige Tatverdächtige wurde am heutigen Tag (03.12.2019) dem Haftrichter vorgeführt und nach erfolgter Haftvorführung wieder entlassen. Die Ermittlungen zum Brandgeschehen dauern weiter an. (KR)

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