2. Juni 2022
Gera

Theatertipps für das Pfingstwochenende

Die Aufführungen vom 3. bis 6. Juni in Gera und Altenburg

Liebe macht frei (Foto: Ronny Ristok)

Gera: Deutschland Anfang der 1930er Jahre: Obwohl Homosexualität unter Strafe steht, wird sie kaum verfolgt, wodurch eine lebendige schwule Subkultur entsteht. Ein beliebter Treffpunkt ist die „Lila Ratte“ in Berlin, in der Menschen aller Couleur tanzen, feiern und Männer hemmungslos miteinander flirten. Die Machtübernahme der Nazis scheint zunächst kaum Auswirkungen zu haben, doch nach einer Mordserie 1934 im Auftrag Hitlers, ändert sich das schlagartig…

Das Theaterstück „Liebe macht frei“ im Großen Haus Gera am Pfingstwochenende

Schauspieldirektor Manuel Kressin erzählt in seiner eindringlichen Inszenierung „Liebe macht frei“ von Homophobie im Nationalsozialismus. Das neue Stück mit Gänsehautfaktor feiert am Freitag, den 3. Juni um 19:30 Uhr im Großen Haus seine Uraufführung. Eine weitere Vorstellung findet am Samstag, den 4. Juni um 19:30 Uhr in der gleichen Spielstätte statt.

Kammeroper „In der Strafkolonie“ in Gera

Am 4. Juni bietet sich um 19:30 Uhr in der Bühne am Parkt die letzte Chance die Kammeroper „In der Strafkolonie“ zu erleben. Das Stück ist ein Werk des amerikanischen Musikers und Komponisten Philip Glass. Glass griff für die Oper auf die 1919 veröffentlichte gleichnamige Erzählung von Franz Kafka zurück. In ihr wohnt ein Forschungsreisender der öffentlichen Hinrichtung eines Verurteilten bei. Zwischen ihm und dem zuständigen Offizier entspinnt sich eine Auseinandersetzung über Folter, Schuld, gerechte Strafe und das System.

Liebe macht frei (Foto: Ronny Ristok)

Der Tisch ist für die ganze Familie gedeckt und die Flunder nach einem neuen Rezept aus der Zeitschrift gart im Ofen. Alles muss glänzen im Haushalt von Rebecca. Doch leider fehlen ein paar Faktoren in ihrer Rechnung: Ihr Mann ist vor längerer Zeit ausgezogen. Genauso wie ihr Sohn, der wiederum den Vater wiederfinden wollte. Doch Rebecca glaubt ungebrochen daran, dass die beiden zurückkehren werden und denkt stoisch positiv, wovon sie nichts abhalten kann: nicht die verschwundenen Männer, nicht die Sintflut, die vor der Tür steht, nicht die Nachbarin, die sich in ihrem Bad umbringt, nicht der Wal, der in die Wohnung schwappt und auch nicht der Vergewaltiger, den sie als ihren früheren Lateinlehrer enttarnt.

Das Schauspiel-Ensemble präsentiert das kritische Sozialdrama am Sonntag, den 5. Juni um 14:30 Uhr in der Bühne am Park und nimmt das Publikum mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Anne Preuß und der Pianist Markus im Großen Haus Gera

Gen Norden und Osten richtet sich der Blick in dem Liederabend, den die Sopranistin Anne Preuß und der Pianist Markus Zugehör am Sonntag, den 5. Juni um 18:00 Uhr im Großen Haus Gera skandinavischen und russischen Komponisten widmen. Dargeboten werden Lieder von Edvard Grieg, Jean Sibelius, Sergei Rachmaninow und Nikolai Medtner. Mit viel Hingabe breiten die beiden Künstler einen Klangteppich aus und laden die Zuschauer ein, gemeinsam durch die Landschaften Norwegens, Finnlands und Russlands zu schweben.

Der dreiteilige Ballettabend „Impulse“ in Gera

Zum letzten Mal hebt sich im Großen Haus Gera am Montag, den 6. Juni um 19:30 Uhr der Vorhang für den dreiteiligen Ballettabend „Impulse“. Die Inszenierung vereint außergewöhnliche Choreografien aus den Niederlanden und Großbritannien. Zu erwarten ist ein interessanter und packender Abend des gefühlsstarken zeitgenössischen Tanzes in seiner ganzen Vielfalt und Dynamik.

Der Ballettabend „Impulse“ am Freitag um 19:30 Uhr (Fotos: Ronny Ristok)

Mehrere Veranstaltungen an Pfingsten in Altenburg

Altenburg: Der Ballettabend „Impulse“ am Freitag, den 3. Juni um 19:30 Uhr im Theaterzelt Altenburg präsentiert das junge Thüringer Staatsballett in seiner ganzen Vielfalt und Dynamik. Die Inszenierung umfasst drei spannungsgeladene Choreografien. Die Arbeiten bestechen sowohl durch ihre tänzerische Präzision wie mit ihren hoch konzentrierten Stimmungen. Zu erwarten ist ein interessanter und packender Abend des gefühlsstarken zeitgenössischen Tanzes in seiner ganzen Vielfalt und Dynamik.

‚Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje in der See, myne Fru, de Ilsebill, will nich so, as ik wol will…‘ Die Rede ist von dem bekannten Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ der Brüder Grimm. Es handelt von dem uralten Wunsch nach ‚mehr‘. Erst soll der verwunschene Fisch das schöne Eigenheim besorgen, dann ein Schloss, dann möchte man König sein, dann Kaiser, dann Papst und dann Gott. Jedoch kommt Hochmut bekanntlich vor dem Fall.

Eine Vorstellung für die ganze Familie

Eine Vorstellung aus Märchenerzählung, Puppenspiel und Schauspiel findet am Samstag, den 4. Juni um 16:00 Uhr im Foyer des Theaterzeltes Altenburg statt. Geeignet für Kinder ab vier Jahren. Eine weitere Vorstellung findet am Sonntag, den 5. Juni um 10:00 Uhr in der gleichen Spielstätte statt.

Sopranistin Anne Preuß und Pianist Markus

Am Samstag, den 4. Juni um 19:30 Uhr im Logenhaus Altenburg entführt der Liederabend mit Sopranistin Anne Preuß und Pianist Markus Zugehör das Publikum musikalisch in die Landschaften Norwegens, Finnlands und Russlands. Dargeboten werden Lieder von Edvard Grieg, Jean Sibelius, Sergei Rachmaninow und Nikolai Medtner.

Musikgenuss in prachtvollem Ambiente

Im 20. Philharmonischen Schlosskonzert am Sonntag, den 5. Juni um 18:00 Uhr im Festsaal des Altenburger Residenzschlosses ist ein junger, vielversprechender Solist zu Gast beim Philharmonischen Orchester Altenburg Gera: der Oboist Juri Vallentin. 2019 wurde er unter anderem Preisträger beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in St. Petersburg. Musikgenuss in prachtvollem Ambiente mit Werken von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und William Walton.

20. Philharmonisches Schlosskonzert (Foto: Ronny Ristok)

Im Kult-Musical „Hedwig and the Angry Inch“ begegnet die Drag Queen Hedwig ihrer tragikomischen Vergangenheit: In Ost-Berlin als Hänsel Schmidt aufgewachsen wird er noch vor dem Mauerfall von einem schwarzen GI zur Heirat, zur Übersiedlung in die USA und zu einer Geschlechtsumwandlung überredet. Dummerweise bleibt jedoch von seinem Glied ein „angry inch“ zurück.

Die Suche nach dem eigenen Ich

Hedwigs Geschichte handelt von der Überwindung der Mauer kurz vor deren Zusammenbruch und der Suche nach dem eigenen Ich, der eigenen Geschlechtsidentität und einem Platz in der scheinbar grenzenlosen Freiheit der USA. Am Sonntag, den 5. Juni um 18:00 Uhr im Theaterzelt Altenburg

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