Ach wie gut, dass man das weiß - meinanzeiger.de
3. Februar 2020
Gotha

Ach wie gut, dass man das weiß

Seit acht Jahren spielt die Eltern-Theatergruppe aus Bad Tabarz für Kinder und ihre Gäste Theater und führte nun das „Rumpelstilzchen“ auf

Ein volles Haus und viel Applaus sind der Schauspieler bester Lohn“, sagt Andrea Biewald und weiß, wovon sie spricht. Denn zum einen war die Märchenaufführung der Eltern-Theatergruppe aus Bad Tabarz nicht nur rappelvoll und absolut gelungen. Zum anderen bekamen die Hobbydarsteller auch wieder ganz viel Lob, Anerkennung und natürlich auch ganz viel Applaus.

Seit inzwischen acht Jahren stehen die Eltern für ihre Kinder auf der ­Bühne und spielen jedes Jahr zweimal ein Theaterstück. „Ursprünglich hatten wir die Theateraufführung für unsere Kindergartenkinder aus der Kita ‚Villa ­Kunterbund‘ ­gedacht“, erzählt Biewald weiter. Doch dann wurde die Geschichte nahezu ein Selbstläufer. Denn inzwischen sind die Kinder in der Schule und bekommen selbstverständlich einmal im Jahr ihr Theaterstück. „Und so kommt es, dass wir inzwischen auch die Kinder und Eltern der Bad Tabarzer Gesamtschule mit einbe­ziehen“, so die Mutti. Nicht nur sie steht mit Spaß auf der Bühne, über die in diesem Jahr das Rumpelstilzchen hopste und sein Lied sang. Und ja, natürlich wurde auch dieses Mal der Name des kleinen Wichts erraten.

Innerhalb kürzester Zeit füllte sich der Saal des Bad Tabarzer ­KuKuNa bis auf die letzte Sitzmöglichkeit. Die Zuschauer bekamen in den Hauptrollen ein lustiges Rumpelstilzchen (Marianne Plicka), einen temperamentvollen Müller (Anja Schönemann) und eine liebreizende Müllerstochter (Annemarie Gramm) zu sehen. Aber auch die Nebenrollen wurden mit viel Hingabe inszeniert. Auf der Suche nach dem Namen des Männleins wurde das Publikum aktiv mit einbezogen, was besonders den Kindern viel Spaß bereitete. Den endgültigen Schliff bekam das Schauspiel durch die ­passende Musik. Denn begleitet wurden die Laiendarsteller von den Eltern ­Friederike Schönemann an der Querflöte, Susanne Richter an der Gitarre und Cindy Feldt an der Harfe. Auch Licht und Ton wurden der Aufführung durch Michael Lenz perfekt angepasst.

­ Weil Theater auch hungrig und durstig macht, sorgten Kuchenbasar und Getränkeverkauf im Anschluss für gut gefüllte Kassen. Die Einnahmen werden vom Förderverein „Die Waldzwerge“ e.V. für den Spielplatz, direkt an der KuKuNa gelegen, verwendet. Hier sollen die alten, leider nicht mehr reparablen ­Wippen im kommenden Frühjahr ersetzt werden. ­Weitere Spielgeräte erhalten einen neuen Anstrich und werden zum Teil restauriert.

Seit sechs Jahren spielt die Eltern-Theatergruppe ­übrigens jetzt bereits öffentlich und bietet zwei Veranstaltungen an. Eine kurz vor Weihnachten nur für die Kinder von Kindergarten und Schule und die andere für alle. „Auf welches Stück sich Kinder, Eltern und Gäste das nächste Mal freuen dürfen, wissen wir noch nicht. Es gibt zwar schon Ideen, aber noch nichts Konkretes“, sagt Andrea Biewald und macht es spannend.

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