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17. Oktober 2018
Gotha

Kein Kommentar

Lyrik | Wahnsinn

KEIN KOMMENTAR

Wir, die wir sind,
in Anbetracht des individualistischen Gesamtkonzepts, dessen ungeachtet,
wie wir sind; im Schein dessen zu Sein
– Tendenz zum Wahnsinn.

Wir, die wir zu sein scheinen,
in Anbetracht dessen;
was nicht ist.
Im Gesamtkonzept geachtet und doch versucht, nicht zu sein, was wir sind.

Sein – oder nicht Sein, welch‘ lächerliche Frage,
angesichts dessen, dass wir das Wahrnehmen des individualistischen Realitätsbedürfnisses aus dem Auge verloren haben.

Verstand als Wahre,
Liebe als Bedürfnis,
Verzweiflung als Ergebnis –

Wahnsinn als Gleichnis

Tobias Schindegger

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