6. Mai 2021
Gotha

Ruf und Forderung nach bezahlbarem Wohnraum

Mietpreissteigerung/Wohnungsknappheit

 

Das lässt aufhorchen!
Im Radio vernahm ich heute einen Bericht, dass die Forderungen der Wohnungsunternehmen auf mehr Geld für den Wohnungsbau „ausgebremst“ wurden. Herr Benjamin Hoff von den Linken verweist insbesondere darauf, dass die Kassen von Thüringen leer seien. Doch seit wann das Problem der Preissteigerungen der Mieten besteht, brauche ich vor allem den Betroffenen nicht erzählen. Meine Recherchen gehen bis 2013 und weit länger zurück. Mit Blick auf den Kalender, der das Jahr 2021 anzeigt, sind wir allerdings diesem Anspruch nicht näher gekommen, obwohl von einigen Politikern dies jahrelang lautstark gefordert wird, ist trotz alledem keine Verbesserung eingetreten. Frau Wagenknecht setzt sich seit Jahren hierfür ein, Wolfgang Tiefensee fordert vor allem mehr Förderung studentischer Wohnungen. Doch Forderungen und lautstarker Ruf danach hilft alleine nicht, hier müssen Taten folgen.

Das Land Thüringen stellt jedes Jahr ca. 50 Millionen Euro für den sozialen Wohnungsbau bereit. Auf der Webseite infrastruktur-landwirtschaft.thueringen.de steht, dass „Ca. 29.200 Eigenheime bzw. Eigentumswohnungen, 15.300 Sozialmietwohnungen und 227.100 Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen wurden mit Mitteln der Wohnraumförderung gefördert“. Leider ist klar zu erkennen, dass dies dem Bedarf nicht gerecht wird. Und wo bitte findet man diese Wohnungen?

Die hohen Mietpreise lässt den Wertverlust des Geldes erkennen. Wo werden wir uns gegen Ende des Jahres befinden? Immer wieder fallen die Wörter „Mietpreisbremse“, „Baukindergeld“, doch tatsächlich bewirkt dieses kaum etwas. Bedenken wir, dass die Mietpreise deutlich schneller ansteigen als die Löhne, besonders bei Erstvermietung und Wiedervermietung. Hieraus resultiert kaum bezahlbarer Wohnraum. Neubauten sind fast unbezahlbar. In ländlichen Gegenden werden Wohnblöcke/Sozialbauten abgerissen ohne Ersatz. Hier stimmt das Verhältnis Löhne – Miete in keinster Weise. Die Forderungen und Debatten der „Grünen“ über Verbot von Einfamilienhäuser sind zudem für Familien mit Kindern nicht förderlich und propagieren Verunsicherung. Trotz oder vor allem durch die jetzige Corona-Situation darf dieses Thema in keinster Weise hinten angestellt werden und die Forderung für bezahlbaren Wohnraum muss vorangetrieben werden, damit endlich Familien, allein Erziehende, junge Paare und viele mehr sich eine bezahlbare Wohnung, ein „zu Hause“ leisten können.

Wohnraumförderung muss von der Landesregierung als Hauptthema mit forciert werden. Hier muss bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden, Scheinlösungen gab es jahrelang genug. Ein Lösungsansatz wäre beispielsweise eine steuerliche Verbesserung beim Wohnungsbau, mehr Förderung, mehr Bauten von Sozialwohnungen. 2019 wurde entsprechend einer Gesetzesänderung hierfür der Weg geebnet, doch schlussendlich liegt die Verantwortung bei der Landesregierung. Diese muss endlich zeitnahe reagieren.

Der Ruf nach bezahlbarem Wohnraum wird immer lauter.
Es müssen zeitnahe Taten erfolgen.

Quellen: mdr.de, infrastruktur-landwirtschaft.thueringen.de

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